27 March 2026, 12:21

15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Geflüchteten mit Behinderung

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, zeigt, zusammen mit begleitendem Text.

15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Geflüchteten mit Behinderung

15. Inklusionsforum: Flucht. Migration. Behinderung

Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum unter dem Titel Flucht. Migration. Behinderung statt. Rund 35 Fachleute kamen zusammen, um sich mit den Herausforderungen von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Zugang zu Arbeit sowie sprachliche Unterstützung für besonders schutzbedürftige Gruppen.

Landrätin Tanja Schweiger eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung lokaler Netzwerke für die Verbesserung der Lebensbedingungen. Sie unterstrich, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wohlfahrtsverbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen entscheidend sei, um wirksame Lösungen zu entwickeln.

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Ein weiterer Schwerpunkt des Forums war die anstehende GEAS-Reform, die Asylverfahren in der gesamten EU vereinheitlichen soll. Der 2023 vorgestellte Reformvorschlag sieht verpflichtende Grenzverfahren – sogenannte Asylgrenzverfahren – für Antragstellende aus Ländern mit geringer Anerkennung (unter 20 Prozent EU-weit) vor. Nach den neuen Regeln müssen Entscheidungen innerhalb von zwölf Wochen getroffen werden, wobei die Betroffenen während der Prüfung in geschlossenen Einrichtungen untergebracht werden. Bei einer Ablehnung folgt eine dreimonatige Rückführungsfrist.

Deutschland hat bereits erste Anpassungen vorgenommen und im Februar 2026 nach Bundestagsdebatten entsprechende nationale Gesetze verabschiedet. In mehreren Bundesländern entstehen derzeit Isolierungseinrichtungen, um den EU-Vorgaben gerecht zu werden. Die Reform tritt offiziell am 12. Juni 2026 in Kraft, doch bisher hat kein EU-Land sie vollständig umgesetzt.

Abschließend appellierte das Forum an bessere Unterstützungsstrukturen für geflüchtete Menschen mit Behinderungen im Asylverfahren. Angesichts der bevorstehenden GEAS-Reform sind Bund, Länder und Kommunen gefordert, ihre Politik so auszurichten, dass schutzbedürftige Gruppen die nötige Hilfe erhalten. Die Diskussionen in Regensburg sollten konkrete Maßnahmen anstoßen, noch bevor die neuen Regeln greifen.

Quelle