250.000 fordern in München den Sturz des iranischen Regimes
Bis zu 250.000 Demonstranten versammelten sich in München zu einer der größten Iran-Proteste der letzten Jahre. Unter dem Ruf nach einem Regimewechsel vereinte sich die Menschenmenge – mit Flaggen verschiedener Nationen neben Irans Trikolore. Viele hielten Fotos von Hingerichteten oder zum Tode Verurteilten unter der aktuellen Regierung hoch.
Der Protest zog Iraner und Unterstützer aus ganz Europa an, einige waren weite Strecken angereist. Mit den Farben der iranischen Flagge im Gesicht skandierten sie Parolen auf Farsi und Englisch, darunter das Kürzel MIGA – "Make Iran Great Again". Trotz der Trauer um verlorene Angehörige herrschte eine Atmosphäre der Hoffnung und Entschlossenheit.
Im Mittelpunkt der Kundgebung stand Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs von Iran. Er betonte, kein persönliches Machtstreben zu haben, sondern eine Übergangsrolle hin zur Demokratie anzustreben. Seine Haltung hat sich seit dem Tod seines Vaters 1980 gewandelt: Wurde er von Exiliranern einst als monarchistischer Thronfolger gesehen, setzt er sich heute für ein Volksreferendum ein, das über Irans Zukunft entscheiden soll – ob Republik, konstitutionelle Monarchie oder ein anderes System. Auch in jüngsten Stellungnahmen 2026 bekräftigte er diese Position.
Die Polizei verglich das Ausmaß der Veranstaltung mit der großen Anti-Rechts-Demonstration des Vorjahres am selben Ort. Trotz unterschiedlicher Hintergründe eint die Protestierenden eine Forderung: die Abkehr von der Herrschaft der Mullahs zugunsten einer neuen Regierung mit Pahlavi als Übergangsfigur.
Die Münchner Demonstration war einer der größten Proteste gegen das aktuelle iranische Regime. Mit Sprechchören, Flaggen und Porträts der Hingerichteten machten die Teilnehmenden ihre Botschaft unmissverständlich klar. Nun blicken Organisatoren und Aktivisten nach vorn – während Pahlavis Forderung nach einem demokratischen Wandel zunehmend Gehör findet.






