393 Ertrinkungstote 2025: Warum junge Menschen besonders gefährdet sind
Lotta Schulte393 Ertrinkungstote 2025: Warum junge Menschen besonders gefährdet sind
Badeunfälle bleiben ein ernstes Problem in ganz Deutschland: Allein im Jahr 2025 wurden mindestens 393 Ertrinkungstote registriert. Besonders besorgniserregend ist der deutliche Anstieg der Todesfälle bei jungen Menschen zwischen 11 und 30 Jahren. Experten führen dies vor allem auf nachlassende Schwimmfähigkeiten und mangelnde Aufsicht zurück.
Bei jüngeren Kindern sind unzureichende Schwimmkenntnisse und fehlende Beaufsichtigung die häufigsten Unfallursachen. Das Seepferdchen-Abzeichen, oft als wichtiger Meilenstein angesehen, bietet keineswegs sicheres Schwimmen – es stellt lediglich einen ersten Schritt auf dem Weg zu weiteren Qualifikationen dar. Gleichzeitig hat der Schwimmunterricht an Schulen abgenommen, unter anderem wegen eines Mangels an qualifizierten Sportlehrkräften und anderen Hindernissen.
Bei jungen Erwachsenen und älteren Schwimmern sind dagegen Selbstüberschätzung, Alkoholkonsum und plötzliche Kältebelastung im Wasser häufige Auslöser für Unfälle. Markus Mootz, Ausbildungsleiter der DLRG-Ortsgruppe Fürth, appelliert an Eltern, die Baderegeln einzuhalten und aufmerksam zu bleiben – etwa indem sie das Handy beiseitelegen, während sie ihre Kinder beaufsichtigen. Zudem betont er, dass man sich nicht allein auf Rettungsschwimmer als ständige Aufsichtspersonen verlassen dürfe.
Um diesen Problemen entgegenzuwirken, veranstaltet die DLRG Fürth zweimal jährlich Schwimmkurse für Kinder. Jeder Kurs umfasst 15 Abende und vermittelt pro Durchgang etwa 42 bis 50 Kindern grundlegende Schwimmfähigkeiten. Darüber hinaus findet am Samstag, dem 13. Juni 2026, im Playmobil FunPark in Zirndorf ein Familien-Aktionstag zum Thema sicheres Schwimmen statt. Das Programm beinhaltet interaktive Stationen zur Wasserrettung sowie eine DLRG-Rallye.
Der Anstieg der Badeunfälle unterstreicht den dringenden Bedarf an besserer Aufklärung und erhöhter Wachsamkeit. Eltern wird geraten, ihre Kinder – besonders bei der Nutzung von Schwimmhilfen – stets im Blick zu behalten. Gemeinschaftsinitiativen und strukturierte Kurse sollen dazu beitragen, die Sicherheit im und am Wasser nachhaltig zu verbessern und Risiken zu minimieren.






