08 June 2026, 06:10

600 Jahre Feldgeschworene: Bayerns uralte Tradition wird mit Denkmal geehrt

600 Jahre Siebener: Langenzenn feiert eine besondere Ehrenamtrolle

600 Jahre Feldgeschworene: Bayerns uralte Tradition wird mit Denkmal geehrt

Hunderte Feldgeschworene trafen sich diese Woche in Horbach, um einen historischen Meilenstein zu feiern. Die 600 Jahre alte Tradition, tief verwurzelt in den ländlichen Gemeinden Bayerns, wurde mit der Enthüllung eines Granitdenkmals gewürdigt. Die Veranstaltung unterstrich die anhaltende Bedeutung dieser lokalen Hüter der Grundstücksgrenzen.

Die Tradition der Feldgeschworenen in Langenzenn reicht bis ins Jahr 1426 zurück und zählt damit zu den ältesten kommunalen Ämtern Bayerns. Die ehrenamtlichen, auf Lebenszeit berufenen Wächter sichern Grundstücksgrenzen und unterstützen bei der Markierung von Grenzpunkten. Ihre Arbeit trägt dazu bei, Streitigkeiten zu vermeiden und das nachbarschaftliche Miteinander zu bewahren.

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In ganz Bayern gibt es etwa 25.000 Feldgeschworene, wobei viele von ihnen in Franken tätig sind. War das Amt einst ausschließlich Männern vorbehalten, üben es heute auch Frauen aus. Die Bedeutung der Tradition wurde 2006 offiziell anerkannt, als sie in die Liste des immateriellen Kulturerbes Deutschlands aufgenommen wurde.

Die Siebener, eine Gruppe innerhalb der Feldgeschworenen, spielen eine zentrale Rolle bei der Schlichtung lokaler Konflikte. Ihr Wirken garantiert Fairness und Klarheit in Grundstücksfragen und stärkt so das Vertrauen in der Gemeinschaft.

Das Treffen in Horbach ehrte eine Tradition, die das ländliche Leben in Bayern seit Jahrhunderten prägt. Das neue Granitdenkmal steht als bleibendes Zeichen für die Feldgeschworenen und ihr fortwährendes Engagement. Ihre Arbeit bleibt unverzichtbar – sowohl für den Erhalt der Grundstücksgrenzen als auch für ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis.

Quelle