750 Ferkel in Gefahr: Defekter Tiertransporter auf der A9 gestoppt
Philipp LangeKein Wasser: Tiertransporter mit 750 Ferkeln auf der A9 gestoppt - 750 Ferkel in Gefahr: Defekter Tiertransporter auf der A9 gestoppt
Ein Tiertransporter mit 750 Ferkeln an Bord wurde auf der Autobahn A9 nach einem Hinweis aus der Bevölkerung von der Polizei angehalten. Das Fahrzeug, das von Brandenburg nach Bayern unterwegs war, wies Mängel an der Wasserversorgung und der Bremsanlage auf. Die Behörden griffen an einer Raststätte in der Nähe der Anschlussstelle Hermsdorf im Saale-Holzland-Kreis ein.
Der Lkw wurde am Dienstag von Beamten gestoppt, die auf eine Meldung über mögliche Verstöße reagierten. Bei der Kontrolle stellten sich zwei gravierende Probleme heraus: Das Wasserversorgungssystem war ausgefallen, und die Bremsvorrichtung war defekt. Daraufhin wurde der Transporter als nicht fahrtauglich eingestuft und durfte seine Fahrt nicht fortsetzen.
Der defekte Lastwagen wurde umgehend in eine technische Prüfstelle gebracht, um eine umfassende Überprüfung durchzuführen. Unterdessen organisierte der vorgesehene Empfänger der Lieferung einen Ersatztransporter. Unter Aufsicht des örtlichen Veterinäramts wurden alle 750 Ferkel bis Mittwochmorgen sicher in das neue Fahrzeug umgeladen. Dabei überprüften die Behörden auch den Gesundheitszustand der Tiere.
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie verschärfter Kontrollen beim Tiertransport in Brandenburg ein. Zwischen 2023 und 2025 führte die Landesumweltbehörde jährlich über 1.500 Überprüfungen an Grenzübergängen und Schlachthöfen durch. Im Fokus standen dabei die Einhaltung von EU-Vorschriften, darunter Ruhezeiten, Ladedichte und ordnungsgemäße Dokumentation. Digitale Meldesysteme und die Zusammenarbeit mit den bundesweiten Veterinärdiensten unterstützten die Durchsetzungsmaßnahmen.
Dem Transporter stehen nun weitere technische Untersuchungen bevor, zudem sind rechtliche Konsequenzen zu erwarten. Die Ferkel erreichten nach dem Einsatz, der ihr Wohl während der Verzögerung sicherte, ihr Ziel. Die Behörden überwachen weiterhin die Einhaltung der Transportvorschriften, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.