Adidas blockiert Straßenbahn-Trasse – und zahlt nun für Umleitung zwischen Nürnberg und Erlangen
Emil KrügerAdidas setzt sich in Streit um die Drei-Städte-Bahn durch - Adidas blockiert Straßenbahn-Trasse – und zahlt nun für Umleitung zwischen Nürnberg und Erlangen
Straßenbahn-Netz zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach nach Adidas-Protesten umgeleitet
Der Sportartikelhersteller Adidas hat erfolgreich dafür gesorgt, dass eine geplante Straßenbahnverbindung zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach nicht in der Nähe seines Firmensitzes verlaufen wird. Im Gegenzug beteiligt sich das Unternehmen an den Kosten des Projekts.
Das städtisch-regionale Straßenbahnprojekt soll den öffentlichen Nahverkehr zwischen den drei wichtigen Städten im Großraum Nürnberg verbessern. Herzogenaurach, wo neben Adidas auch Puma und Schaeffler ansässig sind, ist derzeit ausschließlich auf Busse angewiesen. Die ursprüngliche Trasse hätte das Adidas-Gelände durchquert, was den Konzern zu Nachverhandlungen veranlasste.
Die überarbeitete Planung sieht nun vor, das Adidas-Werk komplett zu umgehen. Als Teil der Vereinbarung übernimmt das Unternehmen einen Teil der Bau- sowie der späteren Betriebskosten. Trotz der Änderungen wird mit dem Bau der Straßenbahnstrecke jedoch frühestens 2028 begonnen.
Die geänderte Route ermöglicht es Adidas, die Kontrolle über sein Firmengelände zu behalten, während das Unternehmen gleichzeitig den Ausbau der Straßenbahn unterstützt. Herzogenaurach erhält damit eine direkte Schienenanbindung an Nürnberg und Erlangen, bleibt aber vorerst weiter auf Busse als einziges öffentliches Verkehrsmittel angewiesen. Die Bauzeiten bleiben unverändert – mit einer Realisierung ist erst gegen Ende des Jahrzehnts zu rechnen.






