AOK-Chefin Carola Reimann kassiert 320.000 Euro – trotz Kürzungen im Gesundheitswesen
Johanna PetersAOK-Chefin Carola Reimann kassiert 320.000 Euro – trotz Kürzungen im Gesundheitswesen
Carola Reimann, die Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, bezieht ein Jahresgehalt von 320.000 Euro. Ihre Bezahlung hat vor allem angesichts der Kürzungen im Gesundheitswesen heftige Kritik ausgelöst. Viele halten ihr Einkommen in der aktuellen Lage für überzogen.
Reimanns hohes Gehalt stößt auf scharfe Ablehnung. Kritiker monieren, ihr Salär sende falsche Signale, während gleichzeitig die Mittel für die Gesundheitsversorgung gekürzt würden. Besonders brisant ist zudem ihre großzügige Pensionsaufbesserung, die ihr ohnehin schon beträchtliches Einkommen weiter aufstockt.
Auch der Zeitpunkt ihrer Gehaltszahlungen steht in der Kritik. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entlassungen bei Volkswagen und des Verlusts sicherer Arbeitsplätze wirkt ihre Gehaltserhöhung realitätsfremd. Beobachter sprechen von einer „Abzocker-Mentalität“ in den Chefetagen, bei der die Spitzenverdiener immer mehr erhalten, während andere um ihre Existenz kämpfen.
Reimanns Gehalt von 320.000 Euro zuzüglich weiterer Leistungen bleibt umstritten. Der Kontrast zu den Einsparungen im Gesundheitsbereich und den Arbeitsplatzverlusten heizt die Debatte weiter an. Die öffentliche Diskussion über Managergehälter in solchen Branchen wird voraussichtlich anhalten.
