02 April 2026, 12:18

Aprilscherze in Mainz: Von Küchenchefs bis zu Wein-Spas und Politik-Wechseln

Cartoon von zwei Personen in einem gelben aufblasbaren Boot auf dem Wasser mit einem Sprechblase, die den Text enthält: "Mach kein Theater darum ohne das Spiel Dart, es wäre todlangweilig."

Aprilscherze in Mainz: Von Küchenchefs bis zu Wein-Spas und Politik-Wechseln

Aprilscherze fluteten Mainz und die Region – von Küchenchefs bis Wein-Spas

Der erste April brachte eine Welle humorvoller Streiche in Mainz und der Umgebung. Von einem Metzger, der die Küche eines Fußballclubs übernahm, bis hin zu einem Politiker, der die Partei wechselte: Die Scherze reichten von harmlos bis raffiniert. Selbst historische Stätten und Rettungsdienste beteiligten sich mit erfundenen Ankündigungen am Spaß.

Der Tag begann mit einer überraschenden Erklärung: Peter, der bekannte Mainzer Metzger, ernannte sich per Social Media zum neuen Küchenchef des Fußballclubs Mainz 05. Sein Post sammelte schnell 447 Likes – und erntete bei Fans, die den Scherz durchschauten, belustigte Reaktionen.

Unterdessen verkündete Ludwig Holle (CDU), Mainzer Baudezernent, dass alle Baustellen der Stadt – darunter Großprojekte wie das Mainzer Rathaus und das Gutenberg-Museum – ab sofort als historische Denkmäler unter Schutz stünden. Zur Pointe gehörte auch die langjährige Baustelle an der Binger Straße, was die Absurdität noch steigerte.

FDP-Politiker Thomas A. Klann wählte einen anderen Ansatz: Am 1. April "überlief" er öffentlich zur CDU – nur um den Wechsel kurz darauf als Aprilscherz zu entlarven. Sein Witz hatte jedoch einen ernsten Unterton, nutzte er die Gelegenheit doch, um auf Desinformation in der Politik hinzuweisen.

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Im Rheingau spielte Schloss Vollrads mit einer ausgeklügelten Falschmeldung mit: Die Domäne kündigte eine "Riesling-Weintherapie-Spa-Landschaft" an, komplett mit klimatisierten Räumen, die die Reifebedingungen von Riesling nachahmen sollten. Selbst eine "integrierte Hydro-Vinotherapie" war im Spiel – eine Mischung aus Heilwasseranwendungen und moderaten Weindegustationen. So verlockend die Idee klang: Keine seriösen Quellen bestätigten das Projekt, und Recherchen förderten bis Anfang 2026 keine Hinweise auf eine Umsetzung zutage.

Nicht zu überbieten war die Blick aktuell aus dem Ahrtal, die über einen fiktiven "Rotwein-Wirbelpool" berichtete. Der am 1. April veröffentlichte Artikel diente allein der Unterhaltung. Sogar die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler mischte mit – und behauptete scherzhaft, ein Feuerwehrpferd als neues Einsatzfahrzeug eingeführt zu haben.

Die Aprilscherze dieses Jahres reichten von simplen Social-Media-Posts bis zu ausgefeilten Fantasieprojekten. Zwar entpuppten sich alle Ankündigungen als Fiktion, doch sie bescherten Anwohnern und Followern einen Tag voller Lacher. Am nächsten Morgen waren alle Streiche aufgelöst – zurück blieben nur heitere Erinnerungen und keine bleibenden Veränderungen.

Quelle