ARD-Talk mit Miosga: Ist Europa wirklich verteidigungsbereit nach der Münchner Sicherheitskonferenz?
Lotta SchulteThema und Gäste der neuen Folge am Sonntag - ARD-Talk mit Miosga: Ist Europa wirklich verteidigungsbereit nach der Münchner Sicherheitskonferenz?
Am kommenden Sonntag widmet sich die ARD-Talkshow mit Caren Miosga der sich wandelnden Sicherheitslage Europas. Unter dem Titel "Europa nach der Sicherheitskonferenz – nur bedingt verteidigungsbereit?" greift die Sendung nur wenige Tage nach der Münchner Sicherheitskonferenz aktuelle Debatten auf. Zu den Gästen zählen prominente Persönlichkeiten wie Armin Laschet, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, sowie Bundeskanzler Friedrich Merz, der kürzlich erklärte, die bestehende internationale Ordnung sei in ihrer jetzigen Form zusammgebrochen.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, ob Deutschland eine stärkere Führungsrolle in Europa übernehmen kann. Angesichts wachsender globaler Spannungen wird erörtert, wie der Kontinent sich behaupten und mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen kann. Zudem wird die Belastbarkeit des transatlantischen Bündnisses mit den USA hinterfragt – ebenso wie die weitere Unterstützung für die Ukraine.
Neben Miosga diskutieren Nicole Deitelhoff, Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen, Gordon Repinski, Chefredakteur von POLITICO Deutschland, sowie der Sicherheitsexperte Christian Mölling. Ihre Debatte knüpft an die Münchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende an, bei der Europas Rolle in der globalen Verteidigung ein zentrales Thema war.
Seit der Konferenz 2024 hat Deutschland seine Position präzisiert: transatlantische Verbundenheit soll mit einer stärker europäischen Ausrichtung einhergehen. Die CDU-Vorschläge für den Stuttgarter Parteitag 2026 – etwa in den Papieren M03 und M15 – spiegeln diesen Kurs wider: Sie verbinden NATO-Verpflichtungen mit dem Streben nach größerer EU-Autonomie. Frühere Ansätze hatten diese Doppelfokussierung weniger deutlich formuliert.
Die Talkshow wird ausgestrahlt, während Europa über seine Verteidigungsfähigkeiten und strategische Ausrichtung ringt. Entscheidende Fragen lauten: Wie kann Deutschland innerhalb der EU führen, ohne die engen Bindungen zu den USA zu gefährden? Die Ergebnisse dieser Diskussionen könnten künftige Weichenstellungen in der Sicherheits- und Transatlantikpolitik prägen.






