Aschaffenburg gedenkt der Opfer mit neuem Mahnmal im Schöntalpark
Lotta SchulteAschaffenburg startet Wettbewerb für Gedenkstätte - Aschaffenburg gedenkt der Opfer mit neuem Mahnmal im Schöntalpark
Aschaffenburg plant Mahnmal für Opfer des Messerangriffs im Schöntalpark
Die Stadt Aschaffenburg bereitet ein Mahnmal für die Opfer des Messerangriffs vor, der sich im Januar 2025 im Schöntalpark ereignete. Ziel ist es, einen Ort des Gedenkens, der Aufklärung und der Hoffnung statt der Angst zu schaffen. Die endgültige Entscheidung über das Design soll bis Herbst 2026 fallen, die Fertigstellung ist für den 22. Januar 2028 geplant.
Am 22. Januar 2025 hatte ein afghanischer Mann im Schöntalpark eine Gruppe kleiner Kinder angegriffen, dabei zwei getötet und fünf verletzt. Der Täter wurde später aufgrund einer psychischen Erkrankung als schuldunfähig eingestuft und in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht.
Der Stadtrat hat inzwischen eine interdisziplinäre Kommission eingesetzt, die das Konzept für das Mahnmal erarbeitet. Ihr gehören Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kultur an. Der Entwurf betont Themen wie Begegnung, Lernen und Widerstandsfähigkeit – nicht Trauer.
Aschaffenburg wird das endgültige Design in einem Künstlerwettbewerb und einer öffentlichen Ausschreibung auswählen. Das Projekt verfügt über ein Budget von 300.000 Euro; der Stadtrat hat die Pläne in einer jüngsten Sitzung einstimmig gebilligt. Neben dem Mahnmal sind weitere Initiativen geplant, darunter ein Workshop zu Zivilcourage für Jugendliche.
Eine Studie der Universität Konstanz, die am 29. Januar 2026 beginnt, wird die langfristigen Auswirkungen des Angriffs auf das Sicherheitsgefühl und den Zusammenhalt der Bevölkerung untersuchen. Rund 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner werden zur Teilnahme eingeladen, Ergebnisse liegen jedoch noch nicht vor.
Die Fertigstellung des Mahnmals ist für den 22. Januar 2028 vorgesehen – drei Jahre nach dem Angriff. Die Auswahl des Designs soll bis Herbst 2026 erfolgen, nach öffentlicher Beteiligung und fachlicher Beratung. Die Stadt strebt einen Ort an, der zur Reflexion und zum Zusammenhalt anregt und zugleich die weiteren Folgen der Tragödie aufarbeitet.






