16 February 2026, 04:16

Aschermittwoch wird zur Wahlkampf-Bühne für Bayerns Spitzenpolitiker

Ein Gesicht mit einer Krone darauf, umgeben von Text, der das Münchner Oktoberfest in Deutschland ankündigt.

Aschermittwoch 2026: Wichtige Stationen im Kommunalwahlkampf - Aschermittwoch wird zur Wahlkampf-Bühne für Bayerns Spitzenpolitiker

Bayerische Kommunalwahlen in den Fokus der Nachrichten: Bayerns FC und Münchner Politik im Rampenlicht am Aschermittwoch

Die bayerischen Kommunalwahlen am 8. März rücken am Aschermittwoch in den Fokus der Nachrichten. Was sonst eher eine lokale Angelegenheit ist, hat diesmal Spitzenpolitiker aus der gesamten Region auf den Plan gerufen. Mit Reden in Schlüsselstädten nutzen die Parteien die letzten Tage vor der Wahl für den finalen Wahlkampfschub.

In diesem Jahr ist die Runde der Redner prominenter besetzt als sonst. Schwergewichte aus Landes- und Bundespolitik mischen sich ein, um Unterstützung zu mobilisieren – und verwandeln damit eine traditionell eher ruhige Veranstaltung in eine Wahlkampfplattform.

Die regierende CSU demonstriert ihre Vorherrschaft: Ministerpräsident Markus Söder wird in Passau sprechen. Seine Anwesenheit unterstreicht die starke regionale Verankerung der Partei und ihren Einfluss weit über Bayern hinaus.

Die SPD setzt ebenfalls auf große Namen: Vizekanzler Lars Klingbeil und die bayerische SPD-Vorsitzende Ronja Endres richten sich in Vilshofen an der Donau an ihre Anhänger. Ihr Besuch zeigt, wie die Partei ihren lokalen Wahlkampf mit Rückendeckung aus Berlin stärken will.

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Die Grünen haben für ihre Aschermittwochsveranstaltungen zwei markante Stimmen gewonnen: Die Co-Vorsitzenden Katharina Schulze und Katharina Dröge sprechen in Landshut – und werden dort voraussichtlich sowohl die Münchner als auch die Berliner Politik kritisieren.

Die ökologische ÖDP konzentriert sich auf Passau, wo die Landesvorsitzenden Agnes Becker und Tobias Ruff Reden halten. Die Freien Wähler hingegen präsentieren in Deggendorf neue Gesichter: Parteichef Hubert Aiwanger teilt sich die Bühne mit den Debütanten Florian Wiedemann und Fabian Mehring.

Die AfD will ihren lokalen Einfluss ausbauen und hat ihre Veranstaltung mit Schlüsselpersonen besetzt. Die Partei hofft, jüngste Erfolge in mehr Sitze in bayerischen Kommunalparlamenten umzumünzen.

Die Linke hingegen hat ihren Fokus woanders gesetzt: Statt in Bayern findet ihre Aschermittwochsveranstaltung in Stuttgart statt – passend zum laufenden Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg.

Der Aschermittwoch hat sich zu einem zentralen Moment im bayerischen Wahlkampf entwickelt. Die Parteien nutzen die Gelegenheit, um Wähler zu mobilisieren und ihre Stärke zu zeigen. Nur wenige Tage vor der Wahl könnten die Reden den Ausschlag für den letzten Schub geben, bevor die Ergebnisse feststehen.