Audi setzt auf Formel-1-Expertise: Rouven Mohr wird neuer CTO ab 2026
Johanna PetersAudi setzt auf Formel-1-Expertise: Rouven Mohr wird neuer CTO ab 2026
Audi hat Rouven Mohr zum neuen Technischen Vorstand (CTO) ernannt, der sein Amt am 1. März 2026 antreten wird. Er übernimmt die Position von Geoffrey Bouquot, der nach zwei Jahren in dieser Funktion das Unternehmen verlässt. Mohr wird in den Vorstand von Audi einziehen und dort den Fokus auf die Stärkung der Marke in der Formel 1 legen.
Mohr bringt 18 Jahre Erfahrung innerhalb der Volkswagen Group mit, wo er seine Karriere 2008 bei Audi als Prüftechniker für Fahrwerkshaltbarkeit begann. Im Laufe der Zeit stieg er in Führungspositionen auf, darunter als Leiter für Energie- und Gewichtsmanagement sowie als Verantwortlicher für die Verifikation und Validierung von Komplettfahrzeugen. Zuletzt war er Entwicklungschef bei Lamborghini, wo er Modelle wie den Aventador, Huracán und Urus betreute.
Bei Lamborghini leitete Mohr die Entwicklung des Temerario und optimierte dessen Rennfähigkeiten durch einen turbogeladenen Motor, der speziell für bessere Leistungen im Windschatten ausgelegt wurde. Zudem verbesserte er die Bremsleistung durch eine steifere Karosserie und passte die Kinematik des Straßenfahrzeugs an, um die GT3-Rennversion besser zu unterstützen. Unter seiner Führung wird der Temerario GT3 2026 in der GT World Challenge Europe an den Start gehen. Darüber hinaus übernahm er vorübergehend die Leitung der Motorsportabteilung Squadra Corse und initiierte das Langstreckenrennprojekt SC63, das später eingestellt wurde.
Als bekennender Motorsport-Fan besuchte Mohr Rennen wie die 24 Stunden von Daytona. Seine Leidenschaft und sein zugängliches Wesen brachten ihm Respekt von den Werksfahrern und Teamchefs bei Lamborghini ein. Bei Audi wird sich Mohr zunächst auf die Formel 1 konzentrieren, während die Marke ihre werksunterstützten GT-Programme ausläuft.
Mohrs Ernennung markiert eine strategische Neuausrichtung von Audi im Motorsport, bei der die Ressourcen nun stärker auf die Formel 1 ausgerichtet werden. Seine Erfahrung in der Entwicklung von Hochleistungsfahrzeugen und im Rennsport wird voraussichtlich eine zentrale Rolle für die zukünftige technische Ausrichtung der Marke spielen. Der Wechsel tritt Anfang 2026 in Kraft.






