Audi und Volvo revolutionieren ihre Produktion für mehr Effizienz und Flexibilität
Philipp LangeAudi und Volvo revolutionieren ihre Produktion für mehr Effizienz und Flexibilität
Die Automobilindustrie beschleunigt Produktion und Auslieferung, da Elektrifizierung und Nachhaltigkeitsziele die Lieferketten umgestalten. Audi und Volvo passen ihre Strategien an, um die Effizienz zu steigern und sich den rasanten Veränderungen in der Fertigung anzupassen.
Audi hat seine Produktionsplanung von monatlichen auf wöchentliche Zyklen umgestellt, um den anhaltenden Mangel an Halbleitern besser zu bewältigen. Das Unternehmen sieht sich zudem mit einer enormen Komplexität konfrontiert: Allein in seinen acht Werken, 13 Produktionslinien und für 45 Modelle gibt es elf Billionen mögliche Bezeichnungen für Halbleiter.
Um die Abläufe zu vereinfachen, hat Audi die eingehende Logistik für seine Marken – darunter Bentley und Lamborghini – standardisiert und setzt in Europa vermehrt auf den Schienentransport, um Synergien zu stärken. Die Zusammenarbeit mit der VW-Konzernlogistik führte am Standort Zwickau zum „Ein-für-alle“-Prinzip. Zudem erweitert Audi seine globale Präsenz: Geplant ist die Produktion eines Cupra-Modells im ungarischen Werk Győr, wo das Unternehmen die gesamte Logistik steuern wird. Darüber hinaus entsteht in China ein neues Werk, das Audi gemeinsam mit einem Partner im Rahmen eines Joint Ventures aufbaut. Hier sichert sich der Konzern die Mehrheit und erhält mehr Kontrolle über die Logistikplanung.
Auch Volvo hat seine Entwicklungsprogramme beschleunigt, um die Logistikeffizienz zu verbessern und Kosten zu senken. Das Unternehmen hat seine Planungs- und Betriebsteams enger in die Geschäftsprozesse integriert, was schnellere Entscheidungen und eine bessere globale Transparenz ermöglicht. Bei der Produktentwicklung werden Logistikaspekte nun stärker berücksichtigt, um sich flexibler an verschiedene Märkte und Lieferkettenanforderungen anzupassen.
Diese Veränderungen spiegeln branchenweite Trends wider, die durch Elektrifizierung, die Produktion von Lithium-Batterien und Nachhaltigkeitsvorgaben vorangetrieben werden. Sowohl Audi als auch Volvo strukturieren ihre Lieferketten um, um den steigenden Anforderungen an schnellere Produktion und Auslieferung gerecht zu werden. Die Anpassungen zielen darauf ab, die Flexibilität zu erhöhen und Ineffizienzen in einem sich rasant wandelnden Sektor abzubauen.






