17 March 2026, 16:20

Augsburgs neues Römermuseum rückt mit 30 Millionen Euro näher an die Realität

Außenansicht des Deutschen Museums in Berlin, ein großes Gebäude mit Glasfenstern, Säulen und einem Namensschild, neben einer informativen Anzeigetafel, mit anderen Gebäuden, Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum rückt mit 30 Millionen Euro näher an die Realität

Ein neues Römermuseum in Augsburg ist der Realität einen Schritt nähergekommen, nachdem eine Finanzierungszusage in Höhe von 30 Millionen Euro gesichert wurde. Die Stadt, einst eine der wichtigsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen, verfügt seit 2012 über keinen eigenen Ausstellungsort für ihr antikes Erbe. Die Planer streben nun eine Eröffnung des Museums bis 2033 an – vorausgesetzt, der Stadtrat gibt grünes Licht für das Projekt.

Das Museum wird im ehemaligen Gefängniskomplex in der Augsburger Karmelitengasse untergebracht, einem Gelände im Besitz des Freistaats. Dieser Standort wurde gewählt, um die umfangreichen römischen Artefakte der Stadt aufzunehmen, die seit über einem Jahrzehnt ohne feste Bleibe sind. Augsburg, von Kaiser Augustus gegründet, war einst eine der bedeutendsten römischen Siedlungen der Region.

Die bayerische Staatsregierung hat sich verpflichtet, die Hälfte der Projektkosten zu tragen, wobei München mit der jüngsten Finanzspritze von 30 Millionen Euro den entscheidenden Impuls gab. Das Museum soll zudem in die geplante Landesausstellung Römisches Bayern eingebunden werden. Bei einer Genehmigung würde es sich anderen bedeutenden römischen Stätten in Deutschland anschließen, wie dem Archäologischen Park Caelius Mons in Kellmünz an der Iller und dem Kölner Praetorium, die sich auf die Provinzen Raetien und Niedergermanien konzentrieren.

Stadtvertreter hoffen, dass das Museum das römische Erbe Augsburgs bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von der Zustimmung des Stadtrats in den kommenden Monaten ab.

Der Erfolg des Projekts steht und fällt mit der Ratsentscheidung und der weiteren Unterstützung durch den Freistaat. Bei einer Fertigstellung bis 2033 würde das Museum eine langjährige Lücke im kulturellen Angebot Augsburgs schließen. Zudem würde es Teil eines übergreifenden Netzwerks römischer Kulturerbestätten im süddeutschen Raum werden.

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