Ausschreitungen nach Albanien-Serbien-Spiel: Chaos in bayerischen Städten
Philipp LangeAusschreitungen nach Albanien-Serbien-Spiel: Chaos in bayerischen Städten
Nach dem WM-Qualifikationsspiel Albanien gegen Serbien kam es am Samstagabend in Bayern zu mehreren Ausschreitungen. Fußballfans beider Seiten sorgten in mehreren Städten für Verkehrschaos und kleinere Zusammenstöße. Die Polizei musste sich mit Vorfällen von öffentlicher Rüpelhaftigkeit bis hin zu Körperverletzungen auseinandersetzen.
In München strömten albanische Anhänger aus einer Bar auf die Straße und provozierten dabei gegnerische Fans sowie Polizeikräfte. Durch die Menschenansammlungen kam es zu Behinderungen im Verkehr. Gleichzeitig trafen sich etwa 50 serbische Fans in einer lokalen Kneipe, wo ein Mann festgenommen wurde, nachdem er Beamte verbal beleidigt und sich gegen seine Festnahme gewehrt hatte.
Eine große Autokorso mit rund 350 Fahrzeugen zog durch München, wobei einige Teilnehmer Verkehrsregeln missachteten. Augenzeugen berichteten von Raserei und Rotlichtverstößen. Ähnliche Szenen spielten sich in Memmingen ab, wo Autos mit hupend durch die Innenstadt fuhren, Slalom zwischen anderen Fahrzeugen machten und Straßen blockierten.
Unabhängig vom Fußballspiel griff in Rosenheim ein betrunkener Fußgänger einen Motorradfahrer an und stieß ihn zu Boden. Der Vorfall stand in keinem Zusammenhang mit dem Spiel, trug jedoch zur allgemeinen Unruhe des Abends bei.
Die Behörden bestätigten, dass es keine großangelegten Polizeieinsätze im Zusammenhang mit den Fanausschreitungen gab. Die Vorfälle blieben zwar vereinzelt, führten aber in mehreren bayerischen Städten zu spürbaren Störungen. Nach dem Abebben der Feiern und Auseinandersetzungen normalisierte sich der Verkehr wieder.






