19 June 2026, 06:10

Autotransport auf See kämpft mit sinkender Auslastung und steigenden Kosten

Tiefseeschiff-Fahrzeuge segeln weiter in stürmische Gewässer

Autotransport auf See kämpft mit sinkender Auslastung und steigenden Kosten

Der Seetransportsektor für reine Autotransporter und Lkw-Fähren steht vor wachsenden Herausforderungen. Die Fahrzeugverladungen stagnieren, während die Auslastung der Schiffe weiter sinkt. Steigende Kosten und sich verändernde Handelsströme setzen die Reedereien zusätzlich unter Druck.

Die Auslastung pro Fahrzeugäquivalenteinheit ist seit 2007 um 35 Prozent zurückgegangen. Auch die durchschnittliche Flottenerneuerungsrate ist stark gesunken und liegt nun im einstelligen Bereich – vor zwölf Jahren waren es noch 45 Prozent. Diese Entwicklungen spiegeln die grundlegenden Schwierigkeiten der Branche wider.

Die wichtigsten Handelsrouten für Fahrzeuge von Ost nach West haben erhebliche Marktanteile verloren. Dadurch sind die Handelsströme unausgeglichener geworden, und viele Schiffe bleiben ungenutzt. Einige PCTC-Reedereien (Pure Car and Truck Carriers) reagieren darauf, indem sie ihre Aktivitäten stärker auf Hafenterminals und den Binnentransport verlagern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auch regulatorische Änderungen belasten den Sektor stark. Die Vorschriften der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zur Reduzierung des Schwefelgehalts in Schiffskraftstoffen seit 2020 haben die Kosten für die Reedereien erhöht. Die Nachrüstung mit Schwefelabscheidern kostet beispielsweise rund fünf Millionen Dollar und legt ein Schiff für etwa einen Monat still.

Die Frachtraten bleiben auf historisch niedrigem Niveau. Infolgedessen sind Neuaufträge für PCTCs nahezu zum Erliegen gekommen.

Die Branche kämpft mit stagnierender Nachfrage, schlechter Schiffsauslastung und steigenden Ausgaben. Die Reedereien passen ihre Strategien an, doch die Aussichten bleiben ungewiss. Ohne eine deutliche Verbesserung der Marktbedingungen ist nicht mit einer Erholung der Neuaufträge zu rechnen.

Quelle