Bahn-Chaos in Bayern: Pünktlichkeit 2025 auf Rekordtief – warum die Züge immer später kommen
Johanna PetersBahn-Chaos in Bayern: Pünktlichkeit 2025 auf Rekordtief – warum die Züge immer später kommen
Pünktlichkeit der Bahn in Bayern 2025 drastisch gesunken
Die Pünktlichkeit der Züge in Bayern ist im Jahr 2025 stark zurückgegangen. Im Fernverkehr erreichten nur noch 60,1 Prozent der Züge ihr Ziel rechtzeitig, während Regionalzüge lediglich auf 84,9 Prozent kamen. Für die Regionalverbindungen bedeutet dies den fünften Rückgang in Folge.
Fast die Hälfte aller Verspätungen geht auf Infrastrukturprobleme und laufende Baustellen zurück. Die Folge: Zugausfälle, überfüllte Bahnsteige, überlastete Wagen und verpasste Anschlüsse. Kurzfristige Änderungen an Bauplänen und Fahrplananpassungen belasten zudem das Personal – von den Lokführern bis zu den Leitstellen.
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erkennt zwar die Notwendigkeit an, das Schienennetz zu modernisieren. Sie besteht jedoch darauf, dass zunächst die bestehenden Mängel der Infrastruktur behoben werden müssen, bevor der Betrieb ausgeweitet wird. Besonders wichtig sei zudem eine verlässliche Fahrgastinformation während der Bauarbeiten. Die jahrzehntelange Unterfinanzierung, so die GDL, lasse sich nicht von heute auf morgen beheben.
Die Gewerkschaft unterstützt zwar die Modernisierung, betont aber, dass dringend Maßnahmen nötig sind, um die aktuellen Schwächen zu beseitigen. Reisende leiden weiterhin unter den Folgen maroder Infrastruktur. Mit ihrer Forderung, Reparaturen vorrangig anzugehen, will die GDL Verspätungen verringern und die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs verbessern.






