Bavarian Airlines scheitert an 15-jährigem Gründer und Fälschungsvorwürfen
Emil KrügerBavarian Airlines scheitert an 15-jährigem Gründer und Fälschungsvorwürfen
Pläne für Bavarian Airlines erleiden schweren Rückschlag nach Enthüllungen über minderjährigen Gründer
Die Pläne für die Fluggesellschaft Bavarian Airlines sind ins Stocken geraten, nachdem Berichte bekannt wurden, wonach ihr Gründer Adem Karagöz möglicherweise erst 15 Jahre alt ist. Die Airline, die noch Ende 2023 Flüge in ganz Europa aufnehmen wollte, sieht sich nun mit rechtlichen und finanziellen Unsicherheiten konfrontiert. Die Behörden prüfen Vorwürfe, Karagöz habe gefälschte Dokumente verwendet, um sein tatsächliches Alter und seine Staatsangehörigkeit zu verschleiern.
Bavarian Airlines sollte Strecken zwischen wichtigen europäischen Metropolen wie Düsseldorf, London, Wien und Amsterdam bedienen. Das Unternehmen plante den Einsatz einer Flotte von zwölf Embraer E195-E2-Jets, doch waren keine offiziellen Leasingverträge unterzeichnet worden. Trotz ehrgeiziger Ankündigungen war die Airline in Deutschland nicht als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) eingetragen.
Erste Zweifel an Karagöz’ Alter kamen auf, als Vorwürfe laut wurden, er habe einen gefälschten Pass der Vereinten Nationen benutzt. Ermittlern zufolge soll er seine türkische Identität verschleiert haben, um älter als 15 Jahre zu erscheinen – das Mindestalter für eine Unternehmensgründung in Deutschland. Karagöz wies die Anschuldigungen zurück und behauptete, die umstrittenen Dokumente stammten nicht von ihm und seien nicht echt.
Zu den rechtlichen Problemen gesellen sich finanzielle Schwierigkeiten. Karagöz soll seinem Berater über 20.000 Euro an Honoraren sowie weitere 25.000 Euro für Dienstreisen schulden. Gleichzeitig sollen ihm Netzwerkpartner und eine maltesische Fluggesellschaft mehr als 450.000 Euro schulden. Trotz dieser Verwicklungen gab es weder Vorverträge mit dem Flughafen München noch mit Flugzeug-Leasingfirmen.
Der für Ende 2023 geplante Start der Airline erscheint nun unwahrscheinlich. Rechtliche Hürden bei der Unternehmensgründung und die laufenden Ermittlungen wegen Urkundenfälschung werfen schwere Fragen über die Zukunft des Projekts auf.
Die Kontroverse um Karagöz’ Alter und die angebliche Fälschung amtlicher Dokumente könnte Bavarian Airlines noch vor dem Start stoppen. Ohne ordnungsgemäße Registrierung, finanzielle Stabilität oder bestätigte Partnerschaften schweben die geplanten Flugoperationen in der Schwebe. Die Behörden werden nun entscheiden, ob das Projekt fortgeführt werden kann oder ob rechtliche Konsequenzen folgen.






