09 June 2026, 02:10

Bayerische Wasserstoff-Kraftwerkpläne sollen Energiesicherheit in Südbayern stärken

Bayern unterstützt Wasserstoff-aktivierten Kraftwerk in Zolling

Bayerische Wasserstoff-Kraftwerkpläne sollen Energiesicherheit in Südbayern stärken

Die bayerische Landesregierung und die Onyx Germany GmbH haben den Bau eines neuen wasserstofftauglichen Kraftwerks im Energiepark Zolling vereinbart. Die Anlage soll die Stromversorgung in Südbayern stärken, insbesondere dann, wenn die Erzeugung erneuerbarer Energien nicht ausreicht. Beamte betonen ihre Bedeutung für die Energiesicherheit der Region nach der Abschaltung älterer Kraftwerke.

Das Projekt folgt der Stilllegung des Kohleblocks 5 in Zolling im Februar 2025, wobei der Standort bis März 2031 als Nettreserve vorgehalten wird. Das neue Kraftwerk ist darauf ausgelegt, den Betrieb über dieses Datum hinaus zu verlängern und so die langfristige Stabilität der Region zu gewährleisten.

Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger unterstrich die Notwendigkeit moderner Gaskraftwerke, um die wegfallenden Kapazitäten aus Kern- und Kohlekraft zu ersetzen. Solche Anlagen seien entscheidend, um in Süddeutschland eine zuverlässige und kostengünstige Energieversorgung aufrechtzuerhalten.

Die Initiative steht im Einklang mit dem im Mai verabschiedeten Strommarkt-Vergütungsmechanismus-Gesetz (StromVKG) der Bundesregierung, das einen Kapazitätsmarkt einführt, um bis 2031 11 Gigawatt steuerbare Leistung zu sichern. Die Ausschreibungen für diese Kapazitäten sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate beginnen. Das Gesetz sieht zudem eine Resilienzanforderung vor, die Komponenten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum priorisiert, um die Versorgungssicherheit zu stärken.

Roman Ritter, Geschäftsführer der Onyx Germany, betonte die Bedeutung flexibler Kraftwerke für die Energiewende. Er forderte klare rechtliche Rahmenbedingungen und effiziente Ausschreibungsverfahren, um den Erfolg des Projekts zu gewährleisten. Das Kraftwerk werde dazu beitragen, Spitzenlasten zu bewältigen und das bayerische Stromnetz bei geringer Einspeisung aus erneuerbaren Energien zu stabilisieren.

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Das Kraftwerk Zolling wird als wasserstofffähige Anlage betrieben und schlägt so eine Brücke zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien. Sein Bau markiert einen Schritt zur Stabilisierung des bayerischen Stromnetzes bei gleichzeitig wachsender Nachfrage. Der weitere Fortschritt des Projekts hängt nun von behördlichen Genehmigungen und dem Zeitplan der Ausschreibungen ab.

Quelle