Bayern bleibt trotz Rückgang unangefochtene Nummer eins in der Schafzucht
Emil KrügerIn Bayern gibt es so viele Schafe wie nirgendwo sonst in Deutschland - Bayern bleibt trotz Rückgang unangefochtene Nummer eins in der Schafzucht
Bayern bleibt Deutschlands führende Region in der Schafzucht – trotz eines stetigen Rückgangs sowohl der Betriebszahlen als auch der Tierbestände. Aktuelle Zahlen zeigen, dass das Bundesland nach wie vor die größte Schafherde des Landes hält, auch wenn in den letzten Jahren weitere Rückgänge bei Betrieben und Tierbeständen zu verzeichnen waren.
2025 gab es in Bayern noch rund 2.120 Schafhaltungen, 30 weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich ein langfristiger Trend fort: Seit 2015 ist die Zahl der Betriebe um 6 Prozent gesunken – von etwa 2.800 auf 2.100 im Jahr 2023. Die stärksten Rückgänge verzeichnete Oberbayern, wo die Zahl der Betriebe von rund 1.200 auf 850 sank, gefolgt von Niederbayern mit einem Rückgang von 700 auf 500. Schwaben und die Oberpfalz verzeichneten moderate Einbußen, während Mittelfranken und Unterfranken die geringsten Verluste hatten.
Auch die Schafbestände sind geschrumpft. 2025 zählte Bayern etwa 260.700 Schafe – ein Rückgang um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2015, als die Herden noch größer waren, ist die Zahl um 4 Prozent gesunken. Im Durchschnitt hält jeder Betrieb heute etwa 123 Schafe.
Trotz dieser Entwicklungen bleibt Bayern unangefochten an der Spitze aller Bundesländer – weder in der Herdengröße noch bei der Anzahl spezialisierter Schafbetriebe wird das Land von einer anderen Region übertroffen.
Die neuesten Daten bestätigen Bayerns Position als wichtigstes Schafzuchtgebiet Deutschlands, auch wenn die Branche schrumpft. Mit weniger Betrieben und einer insgesamt kleineren Herde ist die durchschnittliche Betriebsgröße leicht gestiegen. Der Trend deutet auf eine fortschreitende Konsolidierung in einem Bereich hin, der für die deutsche Landwirtschaft nach wie vor von großer Bedeutung ist.






