Bayern führt flächendeckendes Handyverbot für Grundschüler und Siebtklässler ein
Philipp LangeMobiltelefone sollen wieder in bayerischen Schulen bis zur 8. Klasse verboten werden - Bayern führt flächendeckendes Handyverbot für Grundschüler und Siebtklässler ein
Bayern führt ein striktes Handyverbot an Schulen für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich der siebten Klasse wieder ein. Die Maßnahme kehrt eine frühere Politikwende um und gilt für alle Schulformen während der ersten sieben Schuljahre. Zwar entsprach die Regelung bereits der Praxis vieler Schulen, nun wird sie jedoch landesweit einheitlich durchgesetzt.
Die Entscheidung wurde vom Kabinett gebilligt, nachdem Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Schritt bereits im vergangenen September angekündigt hatte. Nach den neuen Vorschriften sind Ausnahmen nur noch zulässig, wenn die Geräte für den Unterricht benötigt werden oder Lehrkräfte ausdrücklich ihre Erlaubnis erteilen.
Das Gesetzespaket umfasst zudem weitere Bildungsreformen. Eine zentrale Neuerung sieht vor, dass der gemeinsame Unterricht für Fünft- und Sechstklässler an Mittelschulen dauerhaft verankert wird. Unklar bleibt jedoch, wie sich die Handyregelungen in anderen Bundesländern in den vergangenen zwei Jahren entwickelt haben. Auch ist noch nicht bekannt, welche Länder für bestimmte Jahrgangsstufen vollständige Verbote eingeführt haben.
Da viele Schulen bereits eigene Beschränkungen hatten, dürfte das wieder eingeführte Verbot kaum zu größeren Umbrüchen führen. Die Regelung sorgt nun für einen einheitlichen Rahmen in Bayerns Grund- und weiterführenden Schulen der unteren Jahrgangsstufen. Für Unterrichtszwecke bleibt den Schulen bei Bedarf weiterhin ein gewisser Spielraum.






