14 June 2026, 12:12

Bayern plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst den Ausbau

Bayern-Minister will Windkraft-Kapazität verdoppeln

Bayern plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst den Ausbau

Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat Pläne bekannt gegeben, in den nächsten zehn Jahren mindestens 600 neue Windkraftanlagen im Freistaat zu errichten. Mit dieser Initiative soll die aktuelle Windenergiekapazität der Region verdoppelt werden – dafür sind jedoch Änderungen der bestehenden Vorschriften notwendig.

Aktuell verfügt Bayern über 1.138 Windräder, was nur einen kleinen Teil der bundesweit rund 28.000 Anlagen ausmacht. Der Freistaat ist bereits führend bei der Solarenergie und stützt sich auf Wasserkraft als zweitwichtigste erneuerbare Energiequelle.

Aiwanger schlug einen „massiven Ausbau in Waldgebieten“ vor, da dort weniger Konflikte entstünden und nur minimale Rodungen nötig seien. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der lokalen Akzeptanz für die geplante Expansion. Eine pauschale Freigabe von zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft lehnte er jedoch als unrealistisch ab.

Um das Ziel zu erreichen, müssen Vorranggebiete von der bayerischen 10H-Regel ausgenommen werden. Diese Vorschrift schreibt vor, dass Windräder mindestens das Zehnfache ihrer Höhe von Wohngebieten entfernt errichtet werden müssen. Noch in dieser Woche – genauer am kommenden Donnerstag – stimmt der Landtag über einen Antrag der SPD ab, die 10H-Regel abzuschaffen.

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Der Plan zielt darauf ab, den Ausbau der Windenergie in Bayern deutlich zu beschleunigen. Ob er gelingt, hängt von regulatorischen Anpassungen und der Unterstützung der Bevölkerung ab. Bei einer Zustimmung könnten die Ausnahmen den Weg für Hunderte neuer Anlagen im gesamten Bundesland ebnen.

Quelle