16 April 2026, 20:15

Bayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Milliarden-Handelsvolumen

Luftaufnahme eines großen Industriegebiets in Leipzig, Deutschland, beschriftet mit "Bell Europe", das Gebäude, Bäume, Straßen und Strommasten zeigt.

Bayern und Kasachstan stärken wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Milliarden-Handelsvolumen

Eine kasachische Delegation unter der Leitung des Ersten Vize-Ministerpräsidenten Roman Sklyar hat kürzlich München besucht, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu Bayern zu vertiefen. Während der Reise fanden hochrangige Gespräche sowie eine Podiumsdiskussion mit rund 70 bayerischen Wirtschaftsvertretern statt. Beide Seiten loteten Möglichkeiten aus, den Handel und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen weiter auszubauen.

Im Rahmen des Besuchs traf Sklyar mit dem bayerischen Vize-Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen die Handelsbeziehungen, wobei Aiwanger die starke wirtschaftliche Komplementarität zwischen Kasachstan und Bayern betonte. Zudem verwies er auf Pläne für eine direkte Flugverbindung von Schymkent nach München, die die Verbindungen zwischen den Regionen weiter stärken könnte.

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Sklyar führte zudem Gespräche mit dem bayerischen Staatsminister für Europaangelegenheiten und internationale Beziehungen, Eric Beißwenger. Dieser bekräftigte Bayerns Engagement, die wirtschaftlichen und humanitären Beziehungen zu Kasachstan zu vertiefen. Beißwenger unterstrich die Bereitschaft der Region, neue gemeinsame Initiativen zu unterstützen.

Ein Höhepunkt der Reise war der "Kasachisch-Bayerische Wirtschaftsdialog", an dem Vertreter von 70 bayerischen Unternehmen teilnahmen. Die Gespräche hoben die Bedeutung Kasachstans als wichtigster Handelspartner Bayerns in der GUS- und Zentralasienregion hervor. Allein im Jahr 2024 erreichte der bilaterale Handel ein Volumen von 4,7 Milliarden Euro – fast die Hälfte des gesamten kasachisch-deutschen Handels.

Aktuell belegt Kasachstan Platz 15 unter den wichtigsten Importpartnern Bayerns und übertrifft damit mehrere größere Volkswirtschaften. Bayern selbst verzeichnet ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 800 Milliarden US-Dollar und zählt damit zu den 22 größten Wirtschaftsnationen der Welt.

Die Treffen unterstrichen die wachsende wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Kasachstan und Bayern. Angesichts steigender Handelsvolumina und der geplanten neuen Verkehrsverbindungen wollen beide Seiten ihre bestehende Zusammenarbeit weiter ausbauen. Künftige Initiativen werden voraussichtlich auf die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten und die Stärkung der bilateralen Beziehungen abzielen.

Quelle