Bayerns Torhüter-Drama: 16-Jähriger steht kurz vor Champions-League-Debüt
Philipp LangeBayerns Torhüter-Drama: 16-Jähriger steht kurz vor Champions-League-Debüt
Bayern München ging mit akutem Torhüter-Notstand in das Champions-League-Duell gegen Atalanta Bergamo. Sowohl Manuel Neuer als auch Sven Ulreich fielen verletzungsbedingt aus, sodass dem Team kaum noch Optionen blieben – einzig Jonas Urbig war nach einer Gehirnerschütterung wieder einsatzbereit. Die Situation drohte sogar, den 16-jährigen Leonard Prescott zu einem unerwarteten Debüt zu zwingen.
Die Krise hatte begonnen, als sich Ulreich einen Adduktorenriss zuzog und damit für die Partie ausfiel. Neuer, ohnehin bereits verletzungsbedingt pausierend, ließ Bayern mit nur einem erfahrenen Torwart zurück: Urbig, der erst kurz zuvor als fit gemeldet worden war. Als Notlösung zog der Verein Nachwuchstalente heran – letztlich fand sich Daniel Pavić im Spieltagskader wieder.
Pavić schrieb mit seiner Nominierung Geschichte: Als erster im Jahr 2010 geborener Spieler stand er in einem Pflichtspiel der Bayern im Kader. In der 72. Minute kam er für Urbig ins Spiel – zu diesem Zeitpunkt führte Bayern bereits mit 4:0. Unterdessen hatte Atalantas Trainer Vincent Kompany seine Aufstellung umgestellt und an mehreren Positionen gewechselt.
Ulreich, trotz seiner Verletzung, hatte im vorherigen Spiel noch warmen Applaus der Fans erhalten, als er für Urbig einsprang. Sein Fehlen unterstrich diesmal die prekäre Personaldecke der Münchner im Tor.
Im Spiel selbst musste sich Bayern auf Urbigs Rückkehr und Pavićs jugendliche Präsenz verlassen, um die Torhüterkrise zu meistern. Mit Neuer und Ulreich weiterhin verletzt bleibt die defensive Situation angespannt. Pavićs kurzer Auftritt war ein bemerkenswerter Moment – welche langfristigen taktischen Folgen sich daraus für die Bayern ergeben, bleibt jedoch ungewiss.






