Bayreuths neue Alte Münze wird zum lebendigen Zentrum jüdischer Kultur
Philipp LangeKulturzentrum macht jüdisches Leben sichtbar - Bayreuths neue Alte Münze wird zum lebendigen Zentrum jüdischer Kultur
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seine Entschlossenheit bekräftigt, jüdisches Leben im Freistaat zu schützen. Bei der Eröffnung eines neuen Kulturzentrums in Bayreuth betonte er, dass Antisemitismus nicht toleriert werde. Die Veranstaltung markierte die Umwandlung des historischen Gebäudes Alte Münze in einen modernen Begegnungsort für die lokale jüdische Gemeinde.
Das frisch sanierte Gebäude der Alten Münze dient nun als Kulturzentrum für die jüdische Gemeinschaft Bayreuths. Die Renovierung kostete rund 10 Millionen Euro und dauerte mehrere Jahre. Das Projekt unterstreicht die Bemühungen der Stadt, jüdisches Erbe zu bewahren und zu fördern.
An der Eröffnung nahmen neben Söder auch Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, teil. Schuster hob hervor, dass die zentrale Lage des Zentrums ein starkes Signal sende: Jüdisches Leben in Bayreuth sei sichtbar und tief verwurzelt. Die Nähe des Gebäudes zum Markgräflichen Opernhaus – einem UNESCO-Weltkulturerbe – verleiht ihm zusätzliche Bedeutung.
Nur wenige Schritte entfernt steht Bayreuths Synagoge, die als älteste noch genutzte Synagoge Deutschlands gilt. Sie wurde 1760 errichtet und überstand die NS-Zeit, möglicherweise wegen ihrer Lage neben dem Opernhaus. Die Synagoge selbst war bereits Jahre zuvor saniert worden, um ihren Fortbestand zu sichern.
Während der Veranstaltung räumte Söder ein, dass Antisemitismus aus verschiedenen Quellen weiterhin besteht. Er nannte die extreme Rechte, islamistische Gruppen und linksintellektuelle Kreise als Hauptverantwortliche. Seine Äußerungen betonten die Notwendigkeit anhaltender Wachsamkeit und Unterstützung für jüdische Gemeinden in ganz Bayern.
Die Eröffnung des Kulturzentrums Alte Münze stärkt die jüdische Gemeinschaft Bayreuths. Seine prominente Innenstadtlage und die modernen Räumlichkeiten bieten Platz für kulturelle Aktivitäten und öffentliche Sichtbarkeit. Das Projekt spiegelt die umfassenderen Bemühungen wider, Antisemitismus zu bekämpfen und jüdisches Erbe in der Region zu bewahren.






