Berlin bekommt eine neue Generalstaatsanwältin mit Terrorismus-Expertise
Philipp LangeBerlin bekommt eine neue Generalstaatsanwältin mit Terrorismus-Expertise
Berlin bekommt eine neue Generalstaatsanwältin
Das Amt der Generalstaatsanwaltschaft Berlin steht vor einem Führungswechsel: Claudia Gorf wird die Nachfolge von Margarete Koppers antreten, die nach ihrem 65. Geburtstag in den Ruhestand geht. Der Wechsel markiert einen bedeutenden Einschnitt in der juristischen Führung der Hauptstadt.
Margarete Koppers schrieb Geschichte als erste Frau an der Spitze der Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Ihr Ausscheiden erfolgt turnusgemäß nach Vollendung ihres 65. Lebensjahres.
Claudia Gorf tritt ihr Amt am 1. Dezember 2023 an. Sie bringt jahrelange Erfahrung in der Bekämpfung schwerwiegender Sicherheitsbedrohungen mit. Bei der Bundesanwaltschaft spezialisierte sie sich auf islamistischen Terrorismus und andere schwere Straftaten – darunter die Ermittlungen zum Anschlag auf den Breitscheidplatz-Weihnachtsmarkt 2016. Seit 2021 wirkt sie als Oberstaatsanwältin am Bundesgerichtshof.
Die rot-schwarze Koalition in Berlin hat ihre Ernennung gebilligt. In ihrer neuen Funktion wird Gorf über 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Staatsanwaltschaften der Bezirke und des Landes leiten.
Ihre Berufung erfolgte nach einem strengen Auswahlverfahren. Gorf übernimmt damit die Leitung einer der wichtigsten juristischen Institutionen Deutschlands. Ihr Hintergrund in der nationalen Sicherheit und bei Terrorismusermittlungen wird voraussichtlich ihre Amtsführung prägen.






