Betrüger auf Kleinanzeigen: So tricksen sie mit gefälschten Zahlungen und Dreiecksmaschen ab
Philipp LangeBetrüger auf Kleinanzeigen: So tricksen sie mit gefälschten Zahlungen und Dreiecksmaschen ab
Online-Kleinanzeigen bleiben für Millionen in Deutschland der erste Anlaufpunkt für Kauf und Verkauf. Die Plattform, die mittlerweile zur Adevinta Group gehört, verzeichnet monatlich über 35 Millionen Nutzer:innen mit mehr als 50 Millionen aktiven Anzeigen. Doch neben seriösen Geschäften nutzen Betrüger:innen das System weiterhin aus – mit immer raffinierteren Maschen.
Ein häufiger Trick sind gefälschte Zahlungsbestätigungen. Betrüger behaupten, bereits bezahlt zu haben, und schicken manipulierte Belege, um Verkäufer:innen unter Druck zu setzen, die Ware noch vor der Prüfung des Geldeingangs zu versenden. Andere erstellen täuschend echte Kopien von Zahlungs- oder „Käuferschutz“-Seiten, die die originale Website oder PayPal imitieren, um ihre Opfer zu täuschen.
Bei der sogenannten Dreiecksbetrug-Methode bieten Kriminelle Waren an, die sie gar nicht besitzen. Sie bestellen das gleiche Produkt bei Dritten – meist mit gestohlenen Zahlungsdaten oder gehackten Konten – und hinterlassen sowohl Käufer:innen als auch Verkäufer:innen mit leeren Händen. Manche Betrüger:innen setzen zudem auf emotionale Manipulation: Sie erfinden persönliche Notlagen, um Transaktionen zu beschleunigen oder ungewöhnliche Zahlungsmethoden zu rechtfertigen.
Unehrliche Verkäufer:innen hingegen locken mit gefragten Artikeln zu verdächtig niedrigen Preisen. Sie verlangen Vorabzahlungen per Überweisung oder Geschenkkarten und verschwinden, sobald das Geld eingegangen ist. Viele versuchen zudem, Geschäfte außerhalb der Plattform abzuschließen – oft mit vorgetäuschter Dringlichkeit, um nicht aufzufliegen.
Betrug bleibt ein hartnäckiges Risiko auf Deutschlands größtem digitalen Marktplatz. Die Maschen reichen von gefälschten Zahlungen und geklonten Websites über emotionale Erpressung bis hin zu Angeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein. Nutzer:innen wird geraten, Transaktionen genau zu prüfen und Geschäfte möglichst über die Plattform abzuwickeln, um nicht auf Betrüger:innen hereinzufallen.






