Bewährungsstrafe für 31-Jährigen wegen Besitzes von Kinderpornografie im Ostallgäu
Emil KrügerBewährungsstrafe für 31-Jährigen wegen Besitzes von Kinderpornografie im Ostallgäu
Ein 31-jähriger Mann aus dem Landkreis Ostallgäu ist wegen des Besitzes hunderter Bilder und Videos mit kinderpornografischem Inhalt zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Fall wurde vor dem Amtsgericht Kaufbeuren verhandelt, nachdem die Behörden einen Hinweis von einer US-amerikanischen Opferschutzorganisation erhalten hatten.
Die Ermittlungen begannen, als eine US-Institution die deutsche Polizei auf die Online-Aktivitäten des Mannes aufmerksam machte. Bei einer Razzia in seiner Wohnung im Februar 2025 beschlagnahmten Beamte zwei Smartphones, auf denen explizite Fotos und Videos gespeichert waren. Das Material zeigte Missbrauch an Kindern und Jugendlichen, das größtenteils in Online-Chatgruppen geteilt worden war.
Während des Prozesses kam heraus, dass der Angeklagte selbst in seiner Kindheit missbraucht worden war. Wie das Gericht hörte, hatte er das Trauma nie vollständig verarbeitet. Dennoch wurde er zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten auf Bewährung verurteilt.
Die Bewährungsstrafe spiegelt die Entscheidung des Gerichts in einem Fall wider, der mit internationaler Zusammenarbeit verbunden ist. Die eigene Missbrauchsvergangenheit des Angeklagten wurde zwar berücksichtigt, führte jedoch nicht zu einem Freispruch. Über weitere Verdächtige in ähnlichen Fällen wurden bisher keine Details bekannt.