24 June 2026, 08:12

BMW-Hauptversammlung: Aktionäre fordern mehr Tempo bei E-Mobilität und Transparenz

BMW: Aktionäre fordern höhere Innovationsgeschwindigkeit

BMW-Hauptversammlung: Aktionäre fordern mehr Tempo bei E-Mobilität und Transparenz

BMW-Hauptversammlung: Aktionäre kritisieren Managergehälter, E-Mobilitätsfortschritte und Prüferunabhängigkeit

Auf der diesjährigen Hauptversammlung von BMW brachten Aktionäre ihre Bedenken zu den Themen Vorstandsvergütung, Fortschritte bei der Elektromobilität und die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zum Ausdruck. Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Reithofer verteidigte die Bonusregelungen des Konzerns angesichts wachsender Kritik. Die Versammlung stand zudem im Zeichen eines Wechsels im Aufsichtsrat: Ein langjähriges Mitglied schied altersbedingt aus.

Professor Henning Kagermann verließ den Aufsichtsrat nach Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren. Seine Nachfolge trat Dr. Heinrich Hiesinger an, der dem Gremium neue Impulse verleiht.

Vorstandschef Harald Krüger versicherte den Anlegern, die Elektromobilität bleibe ein zentraler Schwerpunkt – der Wandel sei jedoch ein „Marathon“. Zudem äußerte er sich zu Brexit-Sorgen und betonte, dass der Betrieb in Großbritannien vorerst unverändert weiterlaufe. Kritische Stimmen monierten eine Verzögerung bei der Entwicklung nachhaltiger Antriebe. Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) warnte, BMW drohe den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren, falls das Tempo nicht erhöht werde.

Reithofer wies die Kritik an steigenden Managergehältern zurück und argumentierte, die bestehenden Regelungen verhinderten überzogene Boni. Zudem hinterfragten Aktionäre die langjährige Beauftragung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und befürchteten mögliche Interessenkonflikte. Krüger bestätigte, dass Grohmann Engineering – vom US-Elektroautobauer Tesla übernommen – seine vertraglichen Verpflichtungen erfülle, darunter den Schutz unternehmenseigener Technologien.

Laut Unternehmensangaben entfielen im ersten Quartal 37 Prozent der Verkäufe auf Diesel-Fahrzeuge. Zwar ging die Nachfrage in Europa leicht zurück, in Deutschland lag der Dieselanteil jedoch bei 64 Prozent. BMW bekräftigte sein Prinzip, dass die Wertschöpfung den Marktbedingungen folge – konsequent angewendet in allen Regionen, einschließlich der USA und Mexiko.

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Die Versammlung spiegelte die anhaltenden Debatten über Unternehmensführung, Strategie und MarktAnpassung wider. Während BMW an seiner Linie zu Diesel und Elektromobilität festhielt, ging es auch um die Beantwortung von Aktionärsfragen. Führungswechsel und die Verteidigung der Unternehmenspolitik markierten einen wichtigen Moment für die künftige Ausrichtung des Konzerns.

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