Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum löst Solidaritätsdemo aus
Emil KrügerNach Angriff auf Kulturzentrum - Saalfeld äußert sich - Brandanschlag auf Saalfelder Kulturzentrum löst Solidaritätsdemo aus
Brandanschlag auf alternatives Kulturzentrum in Saalfeld
Bei dem Angriff warf ein unbekannter Täter eine Molotowcocktail auf das Gemeinschaftszentrum. Obwohl das Gerät nicht in Brand geriet, verursachte es sichtbare Schäden an der Fassade. Die Polizei bestätigte später, dass sie den Vorfall als politisch motivierte Sachbeschädigung einstuft.
Rund 600 Demonstranten versammelten sich daraufhin und zogen friedlich durch Saalfeld. Ihre Kundgebung stand unter dem Motto „Ihr legt Brände – wir stehen zusammen. Stoppt den rechtsextremen Terror“ und rief zur Einheit gegen extremistische Gewalt auf. Die Ermittler vernehmen derzeit drei Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren in Zusammenhang mit dem Angriff. Bisher wurden keine offiziellen Anklagen erhoben, und keine konkreten Verdächtigen öffentlich genannt.
Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf rechtsextreme Gewalt in der Region. Die Polizei wertet weiterhin Beweismaterial aus, während das Kulturzentrum die Reparaturen prüft. Die Demonstration unterstrich den lokalen Widerstand gegen politisch motivierte Angriffe.