Bremen kämpft um seine Lufthansa-Verbindung nach Frankfurt bis 2026
Johanna PetersBremen kämpft um seine Lufthansa-Verbindung nach Frankfurt bis 2026
Lufthansa plant Streichung der Flugverbindung Bremen–Frankfurt bis Juli 2026 – regionale Wirtschaft wehrt sich mit Nachdruck
Lokale Wirtschaftsverbände haben nun eine massive Kampagne gestartet, um die Strecke zu retten. Sie argumentieren, die Verbindung sei für die wirtschaftliche Stärke der Region und ihre internationalen Anbindungen unverzichtbar.
Vor zwei Wochen starteten die Handelskammer Bremen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg einen gemeinsamen Appell. Ihre Initiative unter dem Motto „Internationale Erreichbarkeit sichern – Flugverbindung Bremen–Frankfurt erhalten!“ stößt auf breite Unterstützung: Bisher haben sich über 370 Unternehmen und 31 Wirtschaftsverbände der Aktion angeschlossen.
Beide Kammern richteten einen Brief an Lufthansa-Chef Carsten Spohr, in dem sie dringend um den Erhalt der Strecke bitten. Den Frankfurter Drehkreuz betrachten sie als zentral für lokale Unternehmen, Forschungszentren und Schlüsselindustrien. André Grobien, Präsident der Handelskammer Bremen, warnte, dass ein Wegfall der Verbindung die Wettbewerbsfähigkeit der Region schwächen würde. Bremen ist stark exportorientiert – fast 70 Prozent der Wirtschaftsleistung hängen vom internationalen Handel ab.
Jan Müller, Präsident der IHK Oldenburg, forderte verbesserte Rahmenbedingungen für den Luftverkehr in Deutschland. Als mögliche Maßnahme schlug er die Abschaffung der Luftverkehrssteuer vor, um solche Verbindungen langfristig zu sichern. Mittlerweile haben Gespräche zwischen Bremen und Lufthansa begonnen, um mögliche Lösungen auszuloten.
Die beiden Kammern bleiben entschlossen, die Interessen der Wirtschaft in Nordwestdeutschland zu wahren. Ihr Ziel ist eine tragfähige Einigung mit Lufthansa. Ob die Strecke über Mitte 2026 hinaus bestehen bleibt, wird vom Ausgang dieser Verhandlungen abhängen.






