BSW in Thüringen kämpft mit sinkender Zustimmung und inneren Konflikten trotz Koalitionsstabilität
Philipp LangeThüringen - der letzte stabile BSW-Standort? - BSW in Thüringen kämpft mit sinkender Zustimmung und inneren Konflikten trotz Koalitionsstabilität
Die BSW-Partei in Thüringen sieht sich wachsenden inneren Spannungen gegenüber, obwohl ihre Führungskräfte betonen, die Koalitionsregierung bleibe stabil. Die Unterstützung für die Partei ist seit der Wahl 2024 stark gesunken – aktuelle Umfragen zeigen nur noch 7 Prozent Zustimmung, halb so viel wie im September 2024. Dennoch ist die Landesführung entschlossen, die Regierung zusammenzuhalten.
In Thüringen regiert die BSW gemeinsam mit CDU und SPD in einer sogenannten „Brombeer-Koalition“. Dieses Bündnis hat bereits einen Zweijahreshaushalt für 2026 und 2027 verabschiedet, sodass die Regierung trotz fehlender parlamentarischer Mehrheit handlungsfähig bleibt. Doch zwei der 15 BSW-Abgeordneten stellen mittlerweile die Zukunft der Koalition infrage, und an der Basis wächst die Unzufriedenheit.
Fraktionschef Frank Augsten betont immer wieder die Verlässlichkeit seiner Partei in der Regierungsarbeit – besonders nach dem Scheitern der SPD-BSW-Koalition in Brandenburg. Dort war das Bündnis nach gut einem Jahr an internen BSW-Streitigkeiten und dem Austritt mehrerer Abgeordneter zerbrochen. In Thüringen hingegen beschreibt der Politikwissenschaftler Torsten Oppelland die BSW als „stabiler und ruhiger“ als ihre Schwesterparteien in anderen Bundesländern oder auf Bundesebene. Innerhalb der Landesregierung arbeiten Katja Wolf (Finanzen) und Steffen Schutz (Infrastruktur) eng zusammen. Doch Wolf, die Landesvorsitzende, gerät regelmäßig mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht aneinander, insbesondere über die Frage, wie sich die Koalition auf die Wählergunst auswirkt. Die jüngste Insa-Umfrage vom Januar 2026 confirms the downward trend: The BSW is now at 7 percent – a decrease of 15.8 percent since the 2024 election. The problems are not limited to Thüringen: Internal conflicts are also increasing in Saxony-Anhalt, Hamburg, and Bavaria.
The future of the BSW in Thüringen remains uncertain, despite all the stability claims from the leadership. With halved voter support since 2024 and growing internal divisions, the party must now deal with both public dissatisfaction and coalition pressure. The approved budget provides short-term security – but the long-term challenges remain.