Charli XCX beendet ihre Brat-Ära mit provokanter Mockumentary The Moment auf der Berlinale
Johanna PetersCharli XCX beendet ihre Brat-Ära mit provokanter Mockumentary The Moment auf der Berlinale
Charli XCX hat das Ende ihrer Brat-Ära mit einem kühnen Schritt in die Filmwelt markiert. Ihr neuer Mockumentary-Film The Moment feierte auf der Berlinale Premiere und verbindet Satire mit persönlichen Reflexionen über Ruhm und die Druckmechanismen der Branche. Der Mockumentary begleitet eine überzeichnete Version von Charli XCX, die sich durch die Absurditäten des Promi-Daseins navigiert. In einer Szene lässt sie ihre Brat-Persönlichkeit symbolisch sterben und erklärt damit dieses Kapitel für beendet. Der Film macht sich über reale Erfahrungen lustig, etwa über Forderungen von Plattenfirmen, ihr Aussehen zu verändern oder fröhlicher aufzutreten. Alexander Skarsgård spielt mit als aufdringlicher Regisseur, der ihren Konzertauftritt dokumentieren soll, während Kylie Jenner, Julia Fox und Rachel Sennott als fiktionalisierte Versionen ihrer selbst zu sehen sind. The Moment wurde zunächst beim Sundance Film Festival uraufgeführt, bevor die Berlin-Premiere im Zoo Palast folgte. Fans trotzten eisigen Temperaturen, standen stundenlang Schlange, nur um einen Blick auf den Popstar zu erhaschen. Neben diesem Projekt steuerte Charli XCX auch Musik zum Soundtrack von Emerald Fennells Sturmhöhe-Adaption (2026) bei und sicherte sich Rollen in The Gallerist und I Want Your Sex, die beide in Sundance ihre Premiere feierten. Als Nächstes wird sie im Horror-Remake Faces of Death zu sehen sein. Ihr Album Brat aus dem Jahr 2024 stieg nicht nur an die Spitze der Charts – es inspirierte den "Brat Summer", eine kulturelle Bewegung, die bis in die US-Politik ausstrahlte. Auf die Frage nach der Zukunft des Phänomens antwortete sie entschlossen: "Das liegt jetzt an der Welt, aber für mich ist es vorbei." Mit The Moment wendet sich Charli XCX von der Musik dem Film zu und nutzt Satire, um über die Höhen und den Druck ihrer Karriere zu reflektieren. Die Premiere des Mockumentarys und ihre anstehenden Projekte deuten auf eine neue kreative Richtung hin. Gleichzeitig bleibt das Erbe von Brat bestehen – es hat unauslöschliche Spuren in der Popkultur und darüber hinaus hinterlassen.






