Deutschland plant massiven Schienenausbau nach Polen und Tschechien als strategische Priorität
Lotta SchulteDeutschland plant massiven Schienenausbau nach Polen und Tschechien als strategische Priorität
Deutschland will seine Schienenverbindungen mit Polen und Tschechien ausbauen. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete die Pläne als eine zentrale strategische Priorität. Der Vorstoß folgt Gesprächen mit den Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer über die regionale Entwicklung.
Der Impuls für bessere Verkehrsanbindungen ergab sich nach Beratungen zwischen Merz und den Ministerpräsidenten Ostdeutschlands. Sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung hatten das Thema Schienenausbau zuvor in Gesprächen mit deutschen Vertretern angesprochen. Als Reaktion darauf erklärte sich die Regierung Merz bereit, gemeinsam mit beiden Ländern neue Projekte zu prüfen.
Konkrete Vorhaben sind bisher noch nicht angelaufen. Allerdings umfassen die getroffenen Vereinbarungen nun detaillierte Gespräche über Initiativen wie die Modernisierung der Bahnstrecke Pilsen–München nach Tschechien und den Ausbau der Ostbahn-Strecke Berlin–Küstrin nach Polen. Arbeitsgruppen sollen sich zudem mit der Aufrüstung der Energieinfrastruktur befassen. Bis zum Sommer wollen die Verantwortlichen große "Leuchtturmprojekte" in Ostdeutschland auswählen, wobei der Verkehrssektor voraussichtlich eine zentrale Rolle spielen wird.
Das Thema steht bald auf der Tagesordnung der Bundeskabinettsitzungen. Bilaterale Gespräche mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš und polnischen Vertretern haben bereits stattgefunden und die gemeinsamen Bemühungen um den Ausbau der Verkehrsnetze bestätigt.
Die Bundesregierung betrachtet stärkere Schienenverbindungen nach Osteuropa als entscheidend für Handel und regionale Entwicklung. Die Gespräche mit Polen und Tschechien werden fortgesetzt, mit Fokus auf konkrete Ausbaumaßnahmen. Die endgültigen Entscheidungen über die zentralen Projekte werden in den kommenden Monaten erwartet.






