27 March 2026, 06:14

Deutschland setzt auf 2.000 neue Windräder – selbst in windschwachen Regionen bis 2030

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutschland setzt auf 2.000 neue Windräder – selbst in windschwachen Regionen bis 2030

Deutschland treibt den Ausbau der Windkraft voran – selbst in Regionen mit den geringsten Windaufkommen. Umweltminister Carsten Schneider plant den Bau von rund 2.000 neuen Windrädern bis 2030. Damit soll das Ziel des Landes unterstützt werden, bis 2050 klimaneutralen Strom zu erzeugen, mit einem Zwischenziel von 80 Prozent bis 2030.

Süddeutschland hinkt beim Ausbau erneuerbarer Energien traditionell dem windreichen Norden hinterher. Bayern etwa weist einen durchschnittlichen "Gütefaktor" für Windbedingungen von nur 55 Prozent auf. Über drei Viertel der Windräder in windschwachen Gebieten sind derzeit auf erhebliche Subventionen angewiesen, um wirtschaftlich tragfähig zu bleiben.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) der Bundesregierung sieht für diese Regionen zusätzliche finanzielle Förderung vor. Dieser Mechanismus soll den natürlichen Nachteil ausgleichen, indem die Subventionen für Anlagen in Gebieten mit schwächerem Wind erhöht werden. Dennoch belasten die hohen Kosten der Windenergie im Süden weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

Um den Ausbau zu beschleunigen, wird die Regierung zusätzliche 12 Gigawatt Windkraftleistung ausschreiben. Die aktuellen Pläne geben jedoch nicht an, wie viele der 2.000 neuen Windräder in den fünf Bundesländern mit den niedrigsten Windhäufigkeitswerten errichtet werden sollen.

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Der Ausbau der Windkraft in windschwachen Regionen wird stark von erhöhten Subventionen abhängen, um die Projekte wirtschaftlich rentabel zu machen. Mit dem Ziel von 80 Prozent Ökostrom bis 2030 versucht die Regierung, regionale Unterschiede auszugleichen und gleichzeitig die Klimaneutralität voranzutreiben. Der Erfolg dieser Pläne hängt sowohl von der politischen Unterstützung als auch von der Anpassungsfähigkeit der Industrie ab.

Quelle