05 June 2026, 12:17

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant werden'

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert

Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz hätte eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen. Sein Ziel: Gehaltsunterschiede zwischen Beschäftigten transparenter und fairer zu gestalten.

Die EU-Richtlinie verpflichtet Unternehmen, Gehaltsinformationen offener zu kommunizieren. Dadurch sollen Lohnungleichheiten aufgedeckt und abgebaut werden. Doch das Bundesfamilienministerium hat die Arbeiten nicht fristgerecht abgeschlossen.

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Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte zwar bereits mit den Vorbereitungen begonnen. Doch für die abschließende Abstimmung zwischen den Ressorts fehlt es noch an Zeit. Die Verzögerung bedeutet, dass die neuen Regeln vorerst nicht wie geplant greifen.

Die Richtlinie war von der EU auf den Weg gebracht worden, um für gleiche Bezahlung zu sorgen. Die Mitgliedstaaten hatten bis zum 7. Juni Zeit, sie in nationales Recht umzusetzen. Nun steht Deutschland unter Druck, das Verfahren zügig abzuschließen.

Durch die verpasste Frist herrscht bei Unternehmen und Beschäftigten Unsicherheit. Ohne das Gesetz können die geplanten Transparenzmaßnahmen nicht starten. Die Bundesregierung muss nun die noch ausstehenden Schritte beschleunigen, um die Richtlinie endlich in Kraft zu setzen.

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