17 February 2026, 06:27

Deutschlands Schwimmbäder sterben aus – Bayerns Kinder zahlen den Preis

Ein großes Schwimmbad mit Menschen drumherum, umgeben von Schwimmwesten, Sicherheitskegeln, Stangen und anderen Gegenständen, mit Zelten, Laternenmasten, Bäumen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

DLRG bricht Mitgliedschaftsrekord - Kritik an baufälligen Schwimmbädern - Deutschlands Schwimmbäder sterben aus – Bayerns Kinder zahlen den Preis

Deutschlands öffentliche Schwimmbäder kämpfen ums Überleben

Jedes Jahr müssen Dutzende öffentliche Schwimmbäder in Deutschland wegen Finanzierungslücken und Sanierungsstaus schließen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor einem wachsenden Rückstau in der Schwimmausbildung von Kindern – besonders in Bayern, wo überbuchte und geschlossene Bäder die Situation verschärfen. Gleichzeitig verzeichnet die Organisation einen stetigen Mitgliederschub: Fast die Hälfte ihrer bundesweiten Mitglieder ist heute jung.

Allein 2023 wurden nach regionalen Berichten, etwa aus Bad Kissingen, rund 80 öffentliche Schwimmbäder in Deutschland geschlossen. Viele Kommunen können notwendige Sanierungen nicht finanzieren und müssen ihre Bäder vorübergehend oder dauerhaft schließen. In Bayern führt dies zu massiver Überlastung – mit der Folge, dass Schwimmkurse und Rettungsschwimm-Ausbildungen immer seltener stattfinden können.

Die Mitgliederzahlen der DLRG spiegeln die wachsende Nachfrage nach Wasserrettungskompetenz wider. Bis Ende 2025 zählte die Organisation bundesweit über 642.000 Mitglieder – fast 15.000 mehr als im Vorjahr. In Bayern stieg die Zahl noch deutlicher: 41.539 Mitglieder wurden registriert, ein Plus von knapp 2.500 gegenüber 2024. Besonders jung ist die DLRG in Bayern: Fast 60 Prozent der Mitglieder sind unter 26 Jahre alt. Bundesweit stellen Unter-18-Jährige nahezu die Hälfte aller Mitglieder.

Die DLRG fordert daher die Kommunen auf, stärker in die Schwimmbadinfrastruktur zu investieren. Notwendig sei eine bessere Abstimmung zwischen den Städten und Gemeinden, um weitere Schließungen zu verhindern und den Erhalt der Einrichtungen zu sichern. Ohne Gegenmaßnahmen, so die Warnung, werde der Rückgang der Schwimmfähigkeiten – vor allem bei Kindern – weiter voranschreiten.

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Die Schließung von 80 Bädern im Jahr 2023 unterstreicht den Druck auf Deutschlands Schwimmbadlandschaft. Angesichts steigender DLRG-Mitgliederzahlen, besonders in jüngeren Altersgruppen, wird der Bedarf an funktionsfähigen Trainingsstätten immer dringender. Mit ihrem Appell für mehr Förderung und Zusammenarbeit will die Organisation den Negativtrend stoppen, bevor noch mehr Bäder verschwinden und die Schwimmfähigkeiten weiter abnehmen.