DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten
Johanna PetersDGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vorgeschlagen, betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verpflichtend einzuführen. Yasmin Fahimi, die DGB-Vorsitzende, argumentierte, dass solche Pläne die gesetzliche Rente ergänzen und Arbeitgeberbeiträge beinhalten sollten. Der Vorschlag hat unter Wirtschaftsexperten eine Diskussion ausgelöst.
Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, bezeichnete den DGB-Plan als grundsätzlich sinnvoll. Er verwies auf den demografischen Wandel als zentralen Grund für die Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge. Gleichzeitig äußerte er jedoch Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen.
Fuest warnte, dass verpflichtende Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge die Lohnkosten erhöhen würden. Zudem betonte er, dass die schwache wirtschaftliche Lage Deutschlands kaum Spielraum für zusätzliche lohnbezogene Ausgaben lasse. Trotz dieser Vorbehalte begrüßte er den Vorschlag im Grundsatz.
Fahimi wies darauf hin, dass derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland keine betriebliche Altersvorsorge hätten. Sie unterstrich die Notwendigkeit eines Systems, das eine breitere finanzielle Absicherung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewährleistet.
Das Vorhaben zielt darauf ab, die Altersvorsorge für Millionen Beschäftigte auszuweiten und die finanzielle Last zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu teilen. Wirtschaftsexperten erkennen zwar die potenziellen Vorteile an, verweisen jedoch auf mögliche Kostendruckbelastungen für Unternehmen.






