23 May 2026, 02:23

Dobrindt lehnt Ängste vor AfD-Machtzuwachs als "Untergangsszenarien" ab

Innerminister Dobrindt: Warnungen vor AfD-Putsch sind Schreckschuss

Dobrindt lehnt Ängste vor AfD-Machtzuwachs als "Untergangsszenarien" ab

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Bedenken hinsichtlich eines möglichen Machtzuwachses der rechtspopulistischen AfD nach den jüngsten Landtagswahlen in Ostdeutschland zurückgewiesen. Er argumentierte, dass Warnungen vor dem wachsenden Einfluss der Partei übertrieben seien und es an belastbaren Belegen fehle.

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Dobrindt hinterfragte die Logik, sich auf ein unwahrscheinliches Szenario vorzubereiten, in dem die AfD eine Alleinregierung bilde. Solche Ängste bezeichnete er als „Untergangsszenarien“ und sah wenig Sinn darin, sich darauf zu konzentrieren. Stattdessen betonte er die Bedeutung proaktiver politischer Maßnahmen, um zu verhindern, dass die Partei weiteren Zulauf erhält.

Er lehnte auch Forderungen nach Schutzmechanismen ab, die verhindern sollen, dass sensible Sicherheitsinformationen an die AfD gelangen, falls die Partei in einem Bundesland an die Regierung kommt. Dobrindt zufolge gebe es keine Beweise für ernsthafte ausländische Einmischung in die anstehenden Wahlen – trotz laufender Desinformationskampagnen in sozialen Medien. Zwar räumte er ein, dass ausländische Akteure seit Langem gezielt Einfluss im Netz verbreiteten, doch habe es jüngst keine Zunahme solcher Aktivitäten gegeben.

Die Äußerungen des Ministers fallen in eine Zeit, in der die Rolle der AfD in der deutschen Politik weiterhin kontrovers diskutiert wird. Seine Haltung signalisiert Vertrauen in die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen, unterstreicht aber die Notwendigkeit politischer Lösungen statt spekulativen Warnungen. Das Thema bleibt vor den kommenden Wahlen ein Streitpunkt.

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