Dramatische Rettung: Familie mit Kleinkind nach verpasster Bergbahn in Lebensgefahr
Philipp LangeDramatische Rettung: Familie mit Kleinkind nach verpasster Bergbahn in Lebensgefahr
Familie mit Kleinkind nach verpasster letzter Bergbahn in Breitenberg gerettet
Eine dreiköpfige Familie, darunter ein kleines Kind, wurde am 7. Januar 2026 aus der Breitenberg-Region im Ostallgäu gerettet, nachdem sie die letzte Fahrt der Bergbahn verpasst hatte. Die Bergwacht leitete eine dringende Rettungsaktion ein, da die Temperaturen auf minus zwölf Grad Celsius sanken und die Gruppe in Lebensgefahr durch Unterkühlung geriet.
Die Familie – zwei Elternteile, ein eineinhalbjähriges Kind und ihr Hund – saß nach der letzten Talfahrt fest. Mit einbrechender Dunkelheit und eisigen Bedingungen setzten die Retter alles daran, schnell zu handeln. Sie nutzten Bergbahngondeln, eine Pistenraupe und ein Geländefahrzeug, um die Gruppe so zügig wie möglich zu erreichen.
Alle drei Familienmitglieder wurden unverletzt ins Tal gebracht. Das Bergrettungsteam aus Pfronten dankte später den Mitarbeitern der Breitenbergbahn für die logistische Unterstützung während des Einsatzes. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einer weiteren Tragödie: Am Neujahrstag war ein Wanderer bei Oberstdorf tödlich verunglückt, als er auf dem Weg zur Enzianhütte auf einem vereisten Pfad ausrutschte und abstürzte. Der tödliche Sturz unterstrich die Gefahren von Winterwanderungen, bei denen Schnee, Eis und frühe Dunkelheit Wege innerhalb von Minuten lebensbedrohlich machen können.
Die Kosten für die Rettung der Familie werden, wie in solchen Fällen üblich, in Rechnung gestellt.
Der Einsatz endete erfolgreich, ohne dass es trotz der extremen Kälte zu Verletzungen kam. Die Behörden warnen seit Langem, dass Winterwanderungen sorgfältig geplant werden müssen, da sich Wetterumschwünge und die kurze Tageslichtphase innerhalb weniger Stunden zu lebensgefährlichen Bedingungen entwickeln können. Die Bergwacht ruft Wanderer erneut dazu auf, die Fahrpläne der Bergbahnen zu prüfen und Notfallausrüstung mitzuführen, wenn sie sich in alpine Gebiete begeben.