Drei Viertel der Haftbefehle in MV betreffen Ausländer – neue Zahlen alarmieren
Philipp LangeDrei Viertel der Haftbefehle in MV betreffen Ausländer – neue Zahlen alarmieren
Mehr als drei Viertel der Personen, gegen die in Mecklenburg-Vorpommern Haftbefehle vorliegen, sind Ausländer. Neue Zahlen zeigen, dass in 1.134 von 1.497 Fällen Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft betroffen sind. Die Daten haben Besorgnis über die Kriminalitätsentwicklung in der Region ausgelöst.
Der aktuelle Bericht unterstreicht den hohen Anteil von Ausländern unter den von den Behörden Gesuchten. Von den Gesamtfällen stehen etwa 100 Personen mit zwei Haftbefehlen in Verbindung, 29 werden mit drei und sechs mit mehr als drei offenen Haftbefehlen gesucht. Die größten Gruppen bilden Polen (364), Georgier (107) und Rumänen (75), gefolgt von Ukrainern (68) und Tunesiern (58).
Bei den Zahlen zu Gewaltverbrechen zeigt sich ein noch stärkerer Ausländeranteil. Von 83 wegen Gewaltdelikten Gesuchten besitzen 74 – fast 90 Prozent – keine deutsche Staatsbürgerschaft. Hier stellen Tunesier (neun), Polen (acht) sowie Marokkaner und Russen (jeweils fünf) die größten Gruppen.
Nikolaus Kramer, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag, verwies auf eine "höhere Gewaltbereitschaft" bei einigen Ausländern. Zudem nannte er eine "Missachtung der Rechtsordnung" und in bestimmten Fällen sogar "offene Verachtung für die deutsche Gesellschaft". Kramer argumentierte, dass die Flucht in die Heimatländer oder das Untertauchen in ethnischen Communities innerhalb Deutschlands es Straftätern erleichtere, Konsequenzen zu entgehen.
Die AfD reagierte auf die Erkenntnisse mit der Aussage, "ausländische Straftäter leisteten einen erheblichen Beitrag zur Kriminalität in Mecklenburg-Vorpommern". Die Partei kritisierte die aktuelle Politik und warf ihr vor, Tätern Schlupflöcher im System zu ermöglichen.
Die Daten verdeutlichen das Ausmaß der Beteiligung von Ausländern an offenen Haftbefehlen, insbesondere bei Gewaltdelikten. Die Behörden stehen nun vor der Frage, wie sie angesichts dieser Zahlen die Strafverfolgung und die politische Reaktion gestalten. Die AfD fordert schärfere Maßnahmen, um dem, was sie als wachsendes Problem betrachtet, entgegenzuwirken.






