04 January 2026, 20:39

Ehemaliges Tegel-Terminal wird zur Notunterkunft für 200 schutzbedürftige Flüchtlinge

Ein Krankenhausgebäude mit mehreren Fahrzeugen, Bäumen und einem Zaun davor.

Flüchtlinge in andere Unterkünfte verlegt - Ehemaliges Tegel-Terminal wird zur Notunterkunft für 200 schutzbedürftige Flüchtlinge

Ehemaliger Flughafen Tegel in Berlin öffnet Teil des alten Terminals für Flüchtlinge

Nach der Schließung einer Notunterkunft hat der ehemalige Berliner Flughafen Tegel einen Teil seines alten Terminals C wiedereröffnet, um Flüchtlinge aufzunehmen. Innerhalb von nur zwei Stunden wurde die Unterbringung für rund 200 Menschen eingerichtet – darunter auch Personen mit schweren medizinischen Bedürfnissen. Der Schritt folgt auf Kritik an den schlechten Bedingungen in der vorherigen Einrichtung und erfolgt vor der geplanten Inbetriebnahme eines neuen Aufnahmezentrums.

Die Notunterkunft im Südwesten Berlins hatte am 31. Dezember 2025 ihre Türen geschlossen, nachdem sie seit März 2022 etwa 110.000 Flüchtlinge beherbergt hatte. Ihre Schließung ließ viele Menschen ohne sofortige Unterkunft zurück und führte zur vorzeitigen Eröffnung von Terminal C. Ursprünglich sollte die Einrichtung erst am 6. Januar 2026 in Betrieb gehen, doch ein Stromausfall an einem anderen Standort machte eine frühere Nutzung notwendig.

Das Sozialwerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) übernahm die Leitung des Terminals. Es organisierte die Verlegung der Flüchtlinge, darunter zehn Personen, die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind, sowie weitere mit hohem Pflegebedarf. Die ersten 200 Menschen sind bereits eingezogen, und die Kapazität soll auf 500 vorübergehende Plätze erweitert werden. Parallel entsteht ein neues Aufnahmezentrum nach EU-Standard, das die alte Notunterkunft ersetzen soll. Nach seiner Fertigstellung wird es bis zu 2.600 Flüchtlinge aufnehmen können. Die ehemalige Notunterkunft war wiederholt wegen Überbelegung und unzumutbarer Lebensbedingungen in die Kritik geraten.

Terminal C bietet nun eine Übergangslösung, bis das neue Aufnahmezentrum fertiggestellt ist. Durch das schnelle Handeln des DRK verlief der Umzug für die Betroffenen, darunter besonders schutzbedürftige Personen, reibungslos. Die Einrichtung bleibt bis zur Bereitstellung der dauerhaften Lösung in Betrieb.