Ehrenmedaille für AfD-Politiker löst in Oberfranken heftige Debatte aus
Lotta SchulteEhrenmedaille für AfD-Politiker löst in Oberfranken heftige Debatte aus
Der Bezirk Oberfranken hat Michael Genniges für sein kulturelles und soziales Engagement mit der Silbernen Ehrenmedaille ausgezeichnet. Die Ehrung sorgt wegen seiner Rolle in der rechtspopulistischen AfD für Kontroversen. Kritiker fordern nun die Aberkennung der Auszeichnung.
Jährlich verleiht der Bezirk Oberfranken Medaillen an Personen für ihr öffentliches Wirken. Im November 2025 billigte die von der CSU dominierte Versammlung Genniges’ Vorschlag – unterstützt von der AfD. Gewürdigt wurden seine Verdienste um den Dialog und sein Engagement gegen Antisemitismus.
Genniges hatte bis 2026 die AfD-Fraktion im Kreistag Bamberg geführt. Diese politische Vergangenheit löste Proteste aus. Das „Bündnis gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg“ forderte die Rücknahme der Medaille. Henry Schramm, der CSU-Vertreter, der die Auszeichnung überreichte, bedauerte die Entscheidung im Nachhinein und leitete eine Überprüfung ein.
Eine Abstimmung im Bezirkstag im Juli soll nun klären, ob die Ehrung zurückgenommen wird. Die Medaille sollte Genniges’ soziales und kulturelles Engagement in Oberfranken würdigen. Doch seine AfD-Zugehörigkeit überlagert die Anerkennung. Die anstehende Abstimmung wird zeigen, ob der Bezirk die Auszeichnung widerruft.






