09 June 2026, 22:17

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke droht zu scheitern – Baustart erst 2028

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke droht zu scheitern – Baustart erst 2028

Vollständige Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verzögert sich massiv

Die Pläne zur vollständigen Elektrifizierung der wichtigen Schienenverbindung durch Mitteldeutschland haben einen schweren Rückschlag erlitten. Das Vorhaben, das Langstreckenverbindungen von Chemnitz und Dresden in den Westen Deutschlands beschleunigen sollte, steht nun vor Finanzierungslücken und Bauverzögerungen.

Ursprünglich sollte das Projekt noch in diesem Jahr starten, doch die Arbeiten wurden auf 2028 verschoben – mit einer vollständigen Elektrifizierung frühestens 2032. Die Mitteldeutschland-Verbindung sollte schnellere Strecken von Sachsen über Thüringen in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen. Doch bisher wurde noch kein Spatenstich gesetzt, und für mehrere Bahnprojekte fehlen bis 2029 insgesamt 2 Milliarden Euro. Allein für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz werden rund 544 Millionen Euro benötigt.

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Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für das Projekt zur Verfügung stehen. Dies hat in Thüringen zu Forderungen nach schnellem Handeln geführt.

Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Die Gruppe fordert zudem den Ausbau einzelner Abschnitte auf zweigleisige Strecken. Die BSW stuft diese Verbindung als eine der wichtigsten Bahnstrecken Thüringens ein und verlangt mehr Bundesinvestitionen, um das Projekt voranzutreiben.

Da der Baubeginn nun erst für 2028 geplant ist und die vollständige Elektrifizierung frühestens 2032 abgeschlossen sein wird, bleibt die Mitteldeutschland-Strecke in der Schwebe. Die fehlenden Mittel bedeuten, dass schnellere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland Jahre später kommen als ursprünglich vorgesehen. Der politische Druck nach einer Lösung wächst weiter.

Quelle