06 January 2026, 20:48

Emma Sagasser: Vom Familientalent zur aufstrebenden Schiedsrichterin im Frauenfußball

Fußballspieler auf einem Feld mit einer großen Menge im Hintergrund.

Tochter und Vater gemeinsam als Schiedsrichter auf dem Feld - Emma Sagasser: Vom Familientalent zur aufstrebenden Schiedsrichterin im Frauenfußball

Emma Sagasser, eine 20-jährige Bayernin, ist in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und hat sich als Fußballschiedsrichterin etabliert. Seit ihrer Qualifikation im Jahr 2020 hat sie bereits rund 100 Spiele geleitet. Ihr nächstes Ziel: der Aufstieg in die Frauen-Bundesliga als Schiedsrichterin.

Ihre Leidenschaft für den Fußball treibt sie auf dem Platz an. Für Sagasser ist das Schiedsrichterdasein eine Schule für Selbstvertrauen und Belastbarkeit – Eigenschaften, die sie sowohl im Sport als auch im Alltag schätzt. Trotz ihres jungen Alters hat sie bereits wettbewerbsintensive Partien gepfiffen, darunter das kürzliche 2:2 zwischen dem 1. FC Baiersdorf und dem 1. FC Kronach, bei dem sie vier Gelbe Karten zeigte.

Bei den Sagassers ist Schiedsrichtertätigkeit oft Familiensache. Emma und ihr Vater Rainer leiten häufig gemeinsam Spiele und teilen so ihre Erfahrung und Begeisterung für den Fußball. Anders als viele Frauen im Fußball hat sie bei der Leitung von Männerpartien keine Hürden erlebt – eine Rolle, die sie mit natürlicher Souveränität ausfüllt. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) zählt derzeit 10.830 männliche und 435 weibliche Schiedsrichter. Zwar liegen die genauen Zahlen für 2023 noch nicht vor, doch die Organisation wächst stetig und bildet jährlich über 1.000 neue Unparteiische aus. Emmas Aufstieg spiegelt diesen positiven Trend wider, da immer mehr junge Menschen zur Pfeife greifen.

Ihr Ziel ist klar: Sie will in der Frauen-Bundesliga pfeifen. Mit fast 100 geleiteten Spielen sammelt sie kontinuierlich die nötige Erfahrung. Ihre Karriere steht zugleich exemplarisch für den wachsenden Anteil von Frauen im bayerischen Schiedsrichterwesen.