Enkel soll Großmutter aus Habgier ermordet und Suizid vorgetäuscht haben
Philipp LangeLaut Anklage: Enkelin tötet Großmutter aus Habgier - Enkel soll Großmutter aus Habgier ermordet und Suizid vorgetäuscht haben
Ein 24-jähriger Mann muss sich seit dieser Woche vor Gericht verantworten – ihm wird vorgeworfen, seine 76-jährige Großmutter ermordet zu haben, um an ihre Ersparnisse zu gelangen. Die Leiche des Opfers war im März vergangenen Jahres in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Enkel vor, den Tatort so manipuliert zu haben, dass der Tod wie Suizid aussah.
Die Putzfrau der Seniorin hatte die Tote am 17. März des Vorjahres in der Badewanne entdeckt. Die Ermittler wurden schnell misstrauisch und nahmen den Enkel nur wenige Tage später wegen Mordverdachts fest.
Laut Anklage soll der Angeklagte seine Großmutter getötet haben, nachdem diese gedroht hatte, den Kontakt und die finanzielle Unterstützung zu beenden. Er soll ihr die Unterarme aufgeschnitten und sie anschließend in der Wanne arrangiert haben, um einen Suizid vorzutäuschen. Nach ihrem Tod versuchte er angeblich, mit ihren Bankkarten an ihren Schließfachinhalt zu gelangen – darin befanden sich 69.000 Euro, 20.000 US-Dollar und Schmuck.
Im Gerichtssaal zog der Angeklagte die Kapuze tief ins Gesicht und verbarg sein Gesicht hinter einer roten Mappe. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe mit dem Zusatz "besonders schwere Schuld", was seine Aussichten auf vorzeitige Entlassung deutlich verschlechtern würde.
Im Mittelpunkt des Prozesses steht der Vorwurf, der Enkel habe seine Großmutter aus Habgier getötet. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, er habe die Tatortspuren gezielt manipuliert, um seine Tat zu vertuschen. Das auffällige Verhalten des Angeklagten im Gerichtssaal sorgt derweil für Aufmerksamkeit. Eine Verurteilung hätte schwere Konsequenzen – darunter eine mögliche lebenslange Haftstrafe mit geringen Chancen auf Bewährung.






