02 May 2026, 06:15

Ex-Berater fordern neue transatlantische Strategie gegen Trumps Kurs

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind.

Ex-Berater fordern neue transatlantische Strategie gegen Trumps Kurs

Christoph Heusgen und Philip Murphy, ehemaliger Berater von Angela Merkel und US-Botschafter, haben zu einer stärkeren transatlantischen Zusammenarbeit aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung warnten sie, dass der unilateralistische Kurs der USA unter Donald Trump die Beziehungen zu Europa gefährde. Ihre Äußerungen unterstreichen die Sorgen um die Zukunft der NATO sowie die Handelskonflikte zwischen den beiden Regionen.

Heusgen und Murphy kritisierten Trumps Haltung gegenüber Europa als konfrontativ. Sie argumentierten, dass seine Politik das Vertrauen in die NATO untergrabe und langjährige Bündnisse schwäche. Zudem warf das Duo dem US-Präsidenten vor, demokratische Kontrollmechanismen auszuhebeln, indem er die Justiz unter Druck setze und den Kongress an den Rand dränge.

Die beiden schlagen eine neue Strategie für Deutschlands Rolle im UN-Sicherheitsrat vor, darunter ein System halbpermanenter Sitze. Dies würde Europa ihrer Meinung nach mehr Gewicht in globalen Entscheidungsprozessen verleihen.

Mit Blick auf die Zukunft äußerten sie sich zuversichtlich, dass die Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022 die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewinnen könnten. Ein möglicher Sieg der Demokraten, so ihre Einschätzung, könnte zu einer Kurskorrektur in der US-Außenpolitik führen. Ein künftiger demokratischer Präsident würde voraussichtlich die Beziehungen zur EU neu beleben – mit faireren Handelsabkommen und einer Stärkung der transatlantischen Partnerschaft.

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Ihre Botschaft war eindeutig: Beide Seiten profitieren am meisten, wenn sie die Rechtsstaatlichkeit wahren und eng zusammenarbeiten.

Der Appell für demokratische Erfolge spiegelt die breiten Bedenken über Trumps Einfluss auf die internationalen Beziehungen wider. Sollten die Demokraten 2022 an Boden gewinnen, könnte sich die Zusammenarbeit zwischen den USA und der EU verbessern – insbesondere in Handel und Sicherheit. Bis dahin zielen Heusgens und Murphys Vorschläge darauf ab, Europas Position zu stärken, während man auf einen möglichen Machtwechsel in den USA wartet.

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