09 June 2026, 04:12

Fahimi fordert radikale Wende in der deutschen Industriepolitik

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Fahimi fordert radikale Wende in der deutschen Industriepolitik

Yasmin Fahimi, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), hat eine gezieltere Industriepolitik gefordert, um die Wirtschaftskraft des Landes zu stärken. Vor einem Treffen mit Wirtschaftsführern und Regierungsvertretern betonte sie die Notwendigkeit zielgerichteter Investitionen – statt pauschaler Kürzungen oder undifferenzierter Subventionen.

Fahimi verwies auf die wachsenden Schwierigkeiten Deutschlands im globalen Wettbewerb, insbesondere im Vergleich zu China und den USA. Traditionelle industriepolitische Maßnahmen garantierten längst keine fairen Rahmenbedingungen mehr, erklärte sie. Daher sei eine gezielte Förderung unverzichtbar. Besonders im Fokus sollten demnach grüner Stahl, die Elektromobilität sowie bezahlbare Industrie-Strompreise stehen.

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Gleichzeitig lehnte sie Pläne zur Reform der Arbeitszeitregelungen ab, da diese Unternehmen in einer Phase schwacher Nachfrage zusätzlich belasten würden. Stattdessen positionierte sich Fahimi als Fürsprecherin der Beschäftigten, die mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, und forderte die Regierung zu entschlossenem Handeln auf.

Obwohl sie sich kooperativ bei industriellen Investitionen mit der Bundesregierung zeigte, machte sie deutlich, dass die Gesetzgebung in der Verantwortung des Parlaments liege. Das Treffen mit den Sozialpartnern findet zu einem kritischen Zeitpunkt statt: Die deutsche Wirtschaft stagniert und steht unter Druck durch internationale Konkurrenten.

Fahimis Äußerungen unterstreichen die Dringlichkeit, die deutsche Industriepolitik neu auszurichten. Mit der Forderung nach klaren Investitionsprioritäten und der Ablehnung pauschaler Kürzungen rückt nun in den Fokus, wie die Politik reagieren wird. Die Ergebnisse der Gespräche könnten die künftige Unterstützung für Krisenbranchen und Arbeitnehmer maßgeblich prägen.

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