FC Bayern dominiert die Bundesliga – doch die Liga sucht verzweifelt nach Lösungen
Johanna PetersFC Bayern dominiert die Bundesliga – doch die Liga sucht verzweifelt nach Lösungen
Die Bundesliga-Saison 2025/26 hat sich zu einem fast schon Ein-Team-Wettbewerb entwickelt – mit dem FC Bayern München als unangefochtenem Dominator. Der Rekordmeister hat 16 seiner 18 3 Liga Spiele gewonnen, dabei 71 Tore erzielt und lediglich 14 kassiert. Nun diskutieren die Konkurrenten, wie sich dieses Ungleichgewicht ausgleichen lässt – doch über mögliche Lösungen herrscht tiefgreifende Uneinigkeit.
Klaus Filbry, Geschäftsführer von Werder Bremen, schlägt die Einführung einer Gehaltsobergrenze sowie eine gerechtere Verteilung der TV-Einnahmen vor. Sein Ziel: die finanzielle Übermacht des FC Bayern brechen und die 1 Bundesliga wettbewerbsfähiger gestalten. Der Vorstoß kommt vor dem Hintergrund wachsender Sorren, dass der Titelkampf an Spannung verloren hat.
Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt, wies den Vorschlag hingegen scharf zurück. Eine Gehaltsgrenze nannte er „abwegig“ und praktisch undurchführbar. Hellmann argumentierte, der FC Bayern müsste bei Ausgabenbegrenzungen quasi zwei separate Kader aufstellen – einen für die 1 Bundesliga, einen für die europäischen Wettbewerbe. Trotz seiner Ablehnung räumte er das grundsätzliche Problem ein: Die Vorherrschaft des Rekordmeisters schade der Attraktivität der Liga, da es an der Spitze weder Spannung noch Überraschungen gebe. Die Debatte entzündet sich an der wachsenden Führung der Münchner, während andere Clubs zunehmend den Anschluss verlieren. Ohne einen klaren Herausforderer in Sicht werden die Diskussionen über eine Reform der finanziellen Spielregeln voraussichtlich anhalten.
Der erdrückende Erfolg des FC Bayern in dieser Saison hat die Forderungen nach Veränderungen neu befeuert. Während einige Vereine für strengere finanzielle Kontrollen plädieren, halten andere solche Maßnahmen für unrealistisch. Fakt bleibt: Die Liga wird derzeit von einem einzigen Team dominiert – und eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.