FDP-Duo sorgt bei Berliner Epiphanie-Feier mit Muppet-Parodien für politischen Eklat

Liberal Muppet Show: FDP Schwergewichte liefern Comedy-Act - FDP-Duo sorgt bei Berliner Epiphanie-Feier mit Muppet-Parodien für politischen Eklat
Traditionelle Epiphanie-Veranstaltung in Berlin eskaliert: Zwei FDP-Politiker sorgen mit Störaktion für Eklat
Eine sonst so würdevoll verlaufende Epiphanie-Feier in Berlin nahm eine unerwartete Wendung, als zwei Spitzenpolitiker der FDP die Veranstaltung mit Zwischrufen und Scherzen durcheinanderbrachten. Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann imitierten von einer Loge aus die Muppet-Figuren Statler und Waldorf und lenkten damit die Aufmerksamkeit von der Bühne ab. Ihre Kommentare reichten von spöttischen Seitenhieben gegen politische Konkurrenten bis hin zu Anspielungen auf russische Funktionäre.
Der Vorfall ereignete sich während des jährlichen Epiphanie-Treffens im Berliner Opernhaus, einer offiziellen Veranstaltung mit Vertretern aus Kommunal- und Bundespolitik. Kubicki und Strack-Zimmermann, die in einer Loge über der Bühne Platz genommen hatten, begannen, die Reden mit lauten Zwischenrufen zu unterbrechen. Ihr Verhalten erinnerte an das Störecho der beiden Muppet-Charaktere – ein Vergleich, den die beiden Politiker später selbst aufgriffen.
Strack-Zimmermann scherzte, sie sei zwar nicht Miss Piggy, doch Kubicki könne durchaus als Kermit durchgehen. Dieser nutzte die Gelegenheit, um den Linken-Politiker Jan van Aken anzugreifen: Er warf ihm vor, Gewalt gegen Wohlhabende zu rechtfertigen und linksextreme Umtriebe als "höheres Gut" zu verharmlosen. Kubicki ging noch weiter und warnte, linksextreme Gruppen könnten eine Großstadt lahmlegen – die Linke stelle damit eine potenzielle Gefahr dar. Die Sticheleien wurden noch schärfer, als Kubicki Dmitri Medwedew, den stellvertretenden Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrats, ins Spiel brachte. Mit Blick auf Medwedews harte Haltung im Ukraine-Krieg schlug er vor, falls der russische Politiker einen deutschen Politiker entführen wolle, solle er sich lieber van Aken statt CDU-Chef Friedrich Merz aussuchen. Medwedew hatte wiederholt Verhandlungen mit der Ukraine abgelehnt und das Land seit dem russischen Überfall 2022 als "US-Vasall" diffamiert.
Das Treiben der beiden FDP-Politiker überschattete die sonst so feierliche Atmosphäre der Veranstaltung und spaltete die Anwesenden in amüsierte und empörte Reaktionen. Zwar wirkten ihre Auftritte oberflächlich betont locker, doch transportierten sie gezielte politische Spitzen – sowohl gegen inländische Gegner als auch mit Blick auf internationale Spannungen.
Der Eklat im Berliner Opernhaus unterstrich einmal mehr, wie die FDP-Politiker Satire mit politischen Angriffen vermengen. Kubickis Äußerungen verbanden innenpolitische Kritik an der Linken mit geopolitischen Konflikten und bezogen sich dabei auf Medwedews unnachgiebige Rhetorik. Die Aktion dürften die Debatte darüber anheizen, wo die Grenzen zwischen Humor und politischer Auseinandersetzung bei öffentlichen Auftritten verlaufen.

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